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Jerome Boateng verfolgt Neymar. Foto: afp
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Jerome Boateng verfolgt Neymar.

FC Bayern

Kommentar: Richtiger Zeitpunkt für Boateng-Abschied

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Den auslaufenden Vertrag von Jerome Boateng nicht zu verlängern, ist eine nachvollziehbare Entscheidung des FC Bayern. Ein Kommentar.

Fali Ramadani, der gewiefte wie einflussreiche Spielervermittler, hat viel zu tun. Seine Berateragentur läuft wie geschmiert, holt Millionen rein für die Klienten und sich selbst, hat eine Reihe von Kickern unter Vertrag. Die Frankfurter Luka Jovic und Filip Kostic, auch Ante Rebic (AC Milan), Miralem Pjanic (FC Barcelona), Federico Chiesa (Juventus), nicht zuletzt Leroy Sané (FC Bayern) und – jetzt kommt’s - dessen Münchner Mitspieler Jerome Boateng.

Dieser Tage ist der deutsche Rekord- und Bald-wieder-Meister auf die Ramadani-Agentur zugegangen und hat ihr mitgeteilt, was man sowieso schon ahnte: Der am Saisonende auslaufende Vertrag von Boateng, 32, seit zehn Jahren in München und in dieser Zeit achtmal Meister, fünfmal Pokalsieger sowie zweimal Champions-League-Sieger (dafür Chapeau!), wird nicht verlängert – eine nachvollziehbare Entscheidung.

FC Bayern: Flick hätte Boateng gerne behalten

Seit geraumer Zeit schon hat es Boateng recht schwer bei den Bayern, nicht alle sind von ihm überzeugt, extern wie intern. Eigene Wechselgedanken (2018 und 2020), einzelne größerere und viele kleinerer Blessuren, darauffolgende Formschwankungen und ein Lebensstil, der nicht immer nur den Fußball in den Vordergrund rückt, stießen den Machern des derzeit besten Klubs der Welt mehrfach unangenehm auf. Wohl einzig bedingt durch das Vertrauensverhältnis zu Hansi Flick, das von Spieler wie Trainer stets betont wird, spielt Boateng noch immer in der Stadt an der Isar.

Flick war es, der seinen Weltmeister-Kompagnon von 2014 entgegen anderslautender Meinungen wieder regelmäßig aufstellte, ihn wieder besser machte. Der Coach hält Boateng offenbar für stärker, konstanter als dessen internen Hauptkonkurrenten Niklas Süle. Verständlich beim Blick auf die maximal durchwachsenen Leistungen des gebürtigen Frankfurters, das nur nebenbei.

FC Bayern: Upamecano ist schon verpflichtet

Allerdings: Boateng wird nicht jünger, nicht schneller, schon mal gar nicht weniger verletzungsanfällig. Und die Bayern, die im Sommer ohnehin eine Blutauffrischung der Innenverteidigung vornehmen müssen (auch David Alaba verlässt den Klub), scheinen vorbereitet. Dayot Upamecano, ein ähnlicher Hüne wie Boateng, nur eben schneller, robuster, vor allem jünger, ist längst verpflichtet. Weitere Kandidaten werden gewiss auf dem Zettel stehen. Kommt ein adäquater Ersatz, wird auch Flick damit leben können. Die Zeit ist reif für einen Abschied der „Boa“ aus München - Berater Ramadani wird für seinen Klienten bestimmt die nächsten Millionen andernorts rausholen.

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