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Markus Anfang wird wohl in Köln nicht mehr an der Seitenlinie stehen.

1. FC Köln

Trainer Markus Anfang muss gehen

Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Köln trennt sich von Trainer Markus Anfang. Das hat der Verein jetzt bestätigt.

Jetzt ist es offiziell: Markus Anfang muss gehen. Der 1. FC Köln hat am Samstagabend mehrere übereinstimmende Medienberichte bestätigt, nach denen der 44-Jährige als Trainer des Zweitligisten entlassen wird.

Nach der überraschenden, unnötigen und letztlich peinlichen 1:2 (0:1)-Niederlage gegen Darmstadt 98 sah sich der Klub demnach zu diesem fast beispiellosen Vorgang gedrängt: Der souveräne Spitzenreiter der 2. Fußball-Bundesliga trennt sich drei Spieltage vor Saisonschluss von seinem Chefcoach.

Der „Kölner Express“, die „Bild“-Zeitung und auch das Fachmagazin „Kicker“ , dass schon am Morgen die Entscheidung gegen Anfang gefallen sei. Heißer Kandidat für Anfangs vorläufige Nachfolge ist der bisherige U21-Trainer Andre Pawlak, der mit dem Kölner Nachwuchs in der Regionalliga West zuletzt eine Erfolgsserie hingelegt hatte.

Die Niederlage gegen Darmstadt war demnach eine zu viel für den im vergangenen Sommer als Hoffnungsträger verpflichteten Anfang. Sportchef Armin Veh verweigerte am Abend zunächst ein Statement, er müsse die Eindrücke „sacken lassen, ich sage etwas, wenn ich etwas zu sagen habe“, teilte er lediglich mit.

26:10 Torschüsse standen nach einem eigenartigen Spiel in der Statistik, überhaupt war der FC den Darmstädtern in jeder relevanten Erhebung überlegen – am Ende stand aber dennoch die zweite Niederlage nacheinander für den großen Favoriten, die bereits achte der Saison. Seit vier Spielen wartet der FC auf einen Sieg, es ist schon die dritte Schwächephase, die Anfang trotz des besten Kaders der Liga nicht verhindern konnte.

Fans fordern Entlassung von Markus Anfang

Nach dem Spiel forderten die Fans erstmals lautstark die Entlassung des Trainers, ein Pfeifkonzert begleitete die Mannschaft in die Kabine, Wut und Frust lagen in der Luft. „Es tut weh, es ist bitter, und man muss ehrlich sagen, es kotzt auch an, wenn du dieses Spiel nicht gewinnst“, sagte Anfang bei Sky.

Dennoch – und das macht die angebliche Trennung vom Coach so bizarr – ist der Aufstieg des 1. FC Köln in dieser Saison kaum noch zu verhindern. Auch diesen Spieltag werden die Kölner als Tabellenführer beenden, vor den weiteren Partien des Wochenendes betrug der Abstand auf den zweitplatzierten Hamburger SV sechs Punkte. Auf Relegationsplatz drei folgt der SC Paderborn mit acht Punkten Rückstand auf die Spitze.

Doch Anfangs Gebilde fand nie zur Stabilität. In den guten Phasen erzielte sein Team Tor um Tor und reihte zahlreiche Siege aneinander, in den schwachen Phasen verlor es aber auch Spiele, die es niemals hätte verlieren dürfen. Die große Sorge in Köln ist daher, dass nach einem Aufstieg der dann nicht mehr klar überlegene Kader in der Erstklassigkeit untergeht. Denn fehlende Stabilität wäre für einen Aufsteiger das vielleicht größte Problem – selbst wenn das Offensivkonzept funktioniert. (sid)

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