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Jürgen Klopp.

England

Klopps Breitseite

Der Liverpool-Coach kritisiert die Einkäufe es FC Chelsea für die neue Saison.

Trainer Jürgen Klopp hat die Zurückhaltung des englischen Fußballmeisters FC Liverpool auf dem Transfermarkt in diesem Sommer verteidigt. „Wir sind ein anderer Verein“, sagte Klopp dem Sender BBC Radio 5 Live. „Wir können das nicht über Nacht ändern und sagen:„Wir wollen uns jetzt wie Chelsea verhalten.“ Der Liga-Rivale aus London hat seinen Kader in den vergangenen Wochen für rund 250 Millionen Euro aufgerüstet und unter anderem die deutschen Nationalspieler Timo Werner und Kai Havertz verpflichtet.

Hingegen vermeldete Liverpool in Kostas Tsimikas nur einen Neuzugang für umgerechnet knapp 13 Millionen Euro. Laut Klopp ist das auch eine Folge der Coronavirus-Krise. „Wir leben in einer Welt voller Unsicherheiten“, holte er dort aus, um dann zu spötteln: „Für einige Klubs scheint es weniger wichtig zu sein, wie unsicher die Zukunft ist. Ihre Besitzer sind Länder und Oligarchen, das ist die Wahrheit!“

Inhaber der FC Chelsea ist der russische Milliardär Roman Abramowitsch. Liverpool, betonte Klopp, könne sich nicht „über Nacht wie Chelsea benehmen“ und „einen Haufen Spieler“ holen. Im Übrigen würden die Blues die Folgen ihres über 220 Millionen Euro teuren Kaufrausches noch zu spüren bekommen.

„Du kannst nicht die besten elf Spieler der Welt holen und hoffen, dass sie eine Woche später den besten Fußball spielen“, stichelte Klopp. Es sei „ein Vorteil“ für seine Reds, dass sie „schon lange zusammenarbeiten“.

Dass der FC Liverpool mit den Transferaktivitäten der Blues nicht mithalten kann, bereitet Klopp dennoch keine Sorgen. „Vor zwei Jahren haben wir das Champions-League-Finale erreicht, ein Jahr später haben wir es gewonnen und dann die Premier League“, betonte er, „weil wir der Verein sind, der wir sind“.

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