Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Jürgen Klopp. Foto: dpa
+
Jürgen Klopp.

Englischer Fußball

Kloppo hängt durch

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
    schließen

Nach zwei Jahren des permanenten Erfolgs erfährt der FC Liverpool und sein deutscher Trainer gerade die Mühen der Ebene. Ungewöhnlich ist das nicht. Ein Kommentar.

Die fünf ehemaligen Bundesligatrainer in der Premier League stehen gerade ganz besonders im Fokus - und zwar mit sehr unterschiedlichen Gefühlslagen. Thomas Tuchel schickt sich an, dem FC Chelsea wieder eine Struktur zu geben. Zudem fällt der dürre Lulatsch mit entspannter Freundlichkeit auf, die viel besser ist, als der Ruf, der ihm vorauseilte.

Ralph Hasenhüttls Allgemeinzustand ist ungleich angespannter, nachdem er mit dem FC Southhampton am Dienstag als Gast bei Manchester United schon das zweite 0:9 seiner Coachingkarriere auf der Insel ertragen musste. Die erste Niederlage mit genau diesem Ergebnis kassierte der Österreicher gegen Leicester im Oktober 2019 - und schaffte es dennoch gegen alle Regeln der Branche, seine Mannschaft wieder zu stabilisieren. Wenn ihm das nach dem Alptraum von Old Trafford noch mal gelingen sollte und sein Klub weiter zu ihm hielte, wäre das in der Tat bemerkenswert. Mit zwei derartigen Desastern dürfte Hasenhüttl für alle Zeiten Rekordhalter der Premier League bleiben. Eine Unehre, auf die er getrost verzichten könnte.

Ausgesprochen gut gelaunt sind dagegen dieser Tage die Ex-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti und Pep Guardiola anzutreffen. Der Italiener Ancelotti spielt mit dem FC Everton eine bemerkenswert stabile Saison im oberen Tabellendrittel, der Katalane Guardiola bejubelte am Mittwoch eine herausragende Kombination über Ilkay Gündogan, die Raheem Sterling zum 2:0-Endstand in Burnley abschloss. Seitdem steht City schon mit ein bisschen Abstand auf Platz eins, nachdem es zum Saisonstart gerumpelt hatte und nun in den letzten zwölf Punktspielen nur zwei Gegentreffer zu Buche stehen. Chapeau!

Das sind keine guten Aussichten für Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool, am Sonntag (17 Uhr) Gastgeber für den Tabellenführer. Neulich kassierte der Meister beim 0;1 gegen den FC Burnley im fünften torlosen Spiel in Folge die erste Heimniederlage nach 68 ungeschlagenen Begegnungen an der Anfield Road. Nun folgte am Mittwoch das gleiche Ergebnis gegen ein weiteres Team aus dem Tiefparterre der Tabelle. Die Reds fanden kein Werkzeug gegen ein garstig verteidigendes Brighton & Hove Albion. Viel von dem, was Liverpool unter Klopp jahrelang heiter wie von selbst vom Fuß gegangen war, wirkt nun freudlos und zäh.

In der Schlussphase sah man einen deutschen Trainer dick eingemummelt am Rande seiner Coachingzone stehen, der nicht so aussah, als glaube er noch an den Ausgleich. Klopps ungewohnt leidenschaftslose Körpersprache korrespondierte dabei mit jener seiner Profis auf dem Platz. Nichts ging mehr. Klopp diagnostizierte hinterher eine „mentale Müdigkeit“ bei seiner Mannschaft, die bei einem Spiel mehr nun schon sieben Punkte hinter Manchester City herhechelt. Der Zustand ist nach zwei Jahren der ständigen High Performance und angesichts des bis Saisonende mit einem Kreuzbandriss fehlenden Anführers Virgil van Dijk nachvollziehbar. Mentalitätsmonster Kloppo hängt gerade mächtig durch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare