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Kann feiern: Jürgen Klopp.

Premier League

Klopp und Liverpool weiter einsame Spitze

Jürgen Klopps Traum vom Meistertitel mit dem FC Liverpool rückt immer näher. Während Manchester City erneut patzte, gewannen die Reds auch in Unterzahl.

 Jürgen Klopp atmete einmal tief durch, dann erklärte der Liverpooler Teammanager nachdrücklich seine Sicht der Dinge – und darin hat verfrühte Meistereuphorie nicht mal auch nur einen klitzekleinen Platz. „Ergebnistechnisch ist das gerade eine unglaubliche Phase für uns, ganz klar“, sagte Klopp nach dem 2:1 (2:0) gegen Brighton & Hove Albion: „Aber ich will nicht über die letzten 14 Spiele nachdenken, sondern wir befassen uns mit dem nächsten Spiel. Und das ist ein großes, gegen Everton.“

Wahrscheinlich ist es Klopp gar nicht so unrecht, dass bereits am Mittwoch das emotionale Merseyside-Derby gegen den Stadtrivalen ansteht. Ansonsten würde Klopp sich wohl noch häufiger zum womöglich schon entschiedenen Titelrennen äußern müssen.

Elf Punkte Vorsprung hat Liverpool (40) auf Titelverteidiger Manchester City (29), das Team von Pep Guardiola patzte beim 2:2 (1:1) bei Newcastle United wieder einmal. Fakt ist: Das Team von Klopp hat es in der eigenen Hand, den so lang ersehnten ersten Meistertitel seit 1990 zu gewinnen. 13 Siege, ein Unentschieden lautet die beeindruckende Bilanz der ersten 14 Saisonspiele.

Doch vor allem die vergangenen Spielzeit dürfte Warnung genug sein. Damals verspielte Liverpool einen Sieben-Punkte-Vorsprung – und wurde mit nur einer Niederlage Vizemeister.

„Wir denken nicht an den Punkteabstand. Wir haben 13 Spiele gewonnen, aber keines davon war einfach“, betonte Klopp. Und auch gegen Brighton wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend. Nach der Roten Karten für Torhüter Alisson, der außerhalb des Strafraums den Ball mit der Hand spielte, gelang Lewis Dunk (79.) mit einem schnell ausgeführten Freistoß der Anschlusstreffer. Doch letztlich reichten die beiden Tore von Europas Fußballer des Jahres Virgil van Dijk (18./24.) zum Sieg.

„Müssen wir wirklich über einzelne Spieler sprechen?“, fragte Klopp: „Er hat zwei Tore geschossen, das spricht für sich selbst. Er ist gut, richtig gut, außergewöhnlich gut.“

Die Stimmungslage beim Titelverteidiger war dagegen frostig. Gegen die äußerst defensiv eingestellten Gastgeber reichte es trotz viel Ballbesitz und 24 Torschüssen nur zu einem Punkt. In der vergangenen Spielzeit hatte City nach 14 Spieltagen neun Zähler mehr auf dem Konto.

„Wir spielen, wie wir es in der vergangenen Saison gemacht haben. Wir haben versucht, mehr Tore zu schießen. Aber das hat nicht geklappt“, sagte Guardiola: „Wir müssen das akzeptieren und daraus lernen.“ (sid)

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