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Zum Fototermin ausnahmsweise mal ohne Helm: Klaus Gjasula.
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Zum Fototermin ausnahmsweise mal ohne Helm: Klaus Gjasula.

Darmstadt 98 findet Soforthilfe

Klaus Gjasula packt die Grätsche aus

  • Jakob Böllhoff
    VonJakob Böllhoff
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Wie der Neuzugang vom Hamburger SV den durch Corona besonders angeschlagenen SV Darmstadt 98 stärken soll. Am Sonntag gegen den FC Ingolstadt.

Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Vorhang auf also in Darmstadt für Klaus Gjasula, der speziellsten Spezialkraft des deutschen Fußballs, der Mann mit dem Helm und dem Fuß aus Stahl. Gjasula, 31, ist vom Hamburger SV zur südhessischen Zweitligakonkurrenz gewechselt, bei den Lilien soll er seine fußballerische Identität voll ausleben: Er ist der Typ, an dem keiner vorbeikommt, und wer es doch schafft, darf sich nicht wundern, wenn er kurz darauf ein Bein nachzieht. Gjasula soll der nach dem Corona-Ausbruch schwer gebeutelten Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht mehr Stabilität, mehr Stärke geben. Am besten gleich am Sonntag, am dritten Spieltag im Heimspiel gegen Aufsteiger FC Ingolstadt (13.30 Uhr).

Sein Ruf eilt ihm dabei voraus. Klaus Gjasula weiß, wie man sich einen Namen macht. Eine einzige Saison in der Ersten Fußball-Bundesliga hat dem Deutsch-Albaner gereicht, um sich in die Annalen der Liga zu befördern: Als er mit dem SC Paderborn in der Beletage des deutschen Fußballs vorspielte, sammelte er 17 Gelbe Karten, so viele wie niemand zuvor in der an Raubeinen gewiss nicht armen Bundesligageschichte.

Zum Image passt der Helm, den der defensive Mittelfeldspieler in Spielen trägt, seit er sich 2013 als Regionalligaspieler bei Kickers Offenbach einen Gesichtsbruch zuzog. Aber natürlich verspricht man sich beim SV Darmstadt 98 mehr als wüste Grätschen vom Neuzugang aus Hamburg, wo Gjasula unter dem anspruchsvollen Trainer Tim Walter keine Perspektive mehr hatte. „Klaus ist ein Spieler, der uns mit seiner Mentalität und Lautstärke weiterhelfen wird“, sagte Carsten Wehlmann, Darmstadts Sportlicher Leiter, und ja, Wehlmann hat Lautstärke gesagt, nicht Laufstärke. Bei den Lilien wird Gjasula als Führungsspieler gebraucht, jenseits seiner fußballerischen Fähigkeiten, die natürlich nicht nur im kämpferischen Bereich liegen, sondern auch im strategischen. „Er ist ein Typ, den man gerne als Mitspieler an seiner Seite weiß und dem man ungern als Gegenspieler auf dem Platz begegnet“, findet Wehlmann.

Die Beschützerrolle übernimmt Klaus Gjasula von Victor Palsson, der zu Schalke 04 wechselte. Der Mann, der seinen Vornamen wie Bruder Jürgen (ehemals FSV Frankfurt) der Oma verdankt, einer Bewunderin des Schauspielers Klausjürgen Wussow, soll am Böllenfalltor mit breiter Brust vorangehen in schwierigen Zeiten (zwei Liganiederlagen, Pokalaus beim Drittligisten 1860 München).

Immerhin: Tobias Kempe, Erich Berko und Mathias Honsak sind wieder aus der Quarantäne, wie Trainer Lieberknecht am Freitag verriet. Kleine Lichtblicke, die in Darmstadt die Hoffnung auf Besserung nähren.

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