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Freude über den Coup: Liverpools U23 bezwingt einen Drittligisten im FA Cup.

Liverpool

Die „Kids“ können’s auch

U23 von Liverpool siegen im FA Cup - Trainer Klopp motiviert.

Wo Jürgen Klopp während des denkwürdigen Spiels seiner „Mini Reds“ am Dienstagabend wirklich war, blieb offen. Vermutlich daheim auf dem Sofa. Jedenfalls nicht an der Anfield Road. Aber so ganz war „Kloppo“ dann doch nicht weg. „Er hat uns in der Halbzeit eine Nachricht geschickt und auch eine direkt danach“, berichtete Klopps Stellvertreter Neil Critchley nach dem 1:0-Sieg der U23 des FC Liverpool im Wiederholungsspiel des traditionsreichen FA Cups gegen Drittligist Shrewsbury Town.

Und als der Einzug ins Achtelfinale perfekt war, war Klopp auch wieder zu hören. „Ich bin entzückt“, tat der frühere Dortmunder Meistertrainer kund. Der Teammanager des souveränen Premier-League-Spitzenreiters hatte mit seinem rigorosen Verzicht mal wieder alles richtig gemacht. Um seiner Star-Truppe angesichts der extremen Belastungen in Meisterschaft und Champions League eine fast zweiwöchige Regenerationsphase zu gewähren, ließ Klopp die „Großen“ draußen und die „kids“ ran.

Von seinen Topspielern saß tatsächlich keiner auch nur zur Absicherung auf der Bank, lediglich einer saß dahinter – auf der Tribüne. Vize-Kapitän James Milner ließ es sich nicht nehmen, die jungen Talente zu unterstützen. „Er hat Vortag mit ihnen trainiert“, sagte Critchley, „und ihnen Tipps gegeben.“

Volle Anfield Road

Doch auch Klopp wäre nicht Klopp, wenn der Motivationskünstler nicht auch das B-Team mit einem Leckerbissen angefixt hätte. „Er hat der Mannschaft gesagt, dass ein oder zwei Spieler zur Belohnung auch in der nächsten Runde beim FC Chelsea auflaufen könnten. Da haben sie dann alles reingehauen“, berichtete Critchley.

Es funktionierte: Liverpool B setzte sich dank eines Eigentores der Gäste durch, die Liverpool A im Hinspiel überraschend ein 2:2 abgerungen hatten. Zumindest der Rahmen an der berühmten Anfield Road war ein würdiger. 52 399 Zuschauer füllten das Stadion komplett. Die Roten hatten dafür die Ticketpreise allerdings auch drastisch gesenkt, Kinder zahlten nur ein Pfund (1,20 Euro).

Den Gästen stieß die Aktion unangenehm auf, denn ihr Anteil an den Gesamteinnahmen lag damit deutlich niedriger als erhofft. „Wir bekommen nur einen Bruchteil dessen, was wir normalerweise bekommen hätten“, sagte Shrewsbury-Boss Sam Ricketts enttäuscht, „wir hätten das Geld gut in unsere Infrastruktur investieren können.“ Ricketts räumte aber ein: „Zumindest haben wir mehr als ohne das Rückspiel.“ Auch deutlich mehr Schlagzeilen – dank Jürgen Klopp. (sid)

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