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Kickers Offenbach nur Mittelmaß

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Von: Christian Düncher

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Vehemente Grätsche: Maximilian Rossmann (links) kontra Eniss Shabani.
Vehemente Grätsche: Maximilian Rossmann (links) kontra Eniss Shabani. © IMAGO/Eibner

Kickers Offenbach kommt gegen die zweite Mannschaft von Mainz 05 lediglich zu einem 1:1, ist aber grundsätzlich zufrieden.

Björn Jopek ist lange genug im Fußball-Business, um zu wissen, welche Parameter zur Beurteilung eines Saisonverlaufs herangezogen werden. „Die Tabelle lügt natürlich nicht“, sagte der Mittelfeldstratege der Offenbacher Kickers nach dem 1:1 (0:1) gegen den FSV Mainz 05 II, das für den OFC zur Folge hatte, dass es im Ranking der Regionalliga Südwest einen Platz nach unten ging. Immerhin: Der Rückstand des Siebten auf den Ersten SSV Ulm 1846 (0:0 gegen den VfB Stuttgart II) beträgt weiter neun Punkte. Aber nach oben schielen die Kickers, bei denen Dominik Wanner (53.) die Gäste-Führung durch Kaito Mizuta (38.) vor 5700 Zuschauenden ausglich, derzeit nicht. Sie schauen nur auf sich. Und mit dem, was sie dort zuletzt sahen, sind sie zufrieden.

Er habe die „Entwicklung“ im Blick, betont Trainer Ersan Parlatan und verweis darauf, dass unter seiner Leitung erst fünf Pflichtspiele absolviert wurden. Im Hessenpokal gab es einen 3:1-Erfolg bei Türk Gücü Friedberg und in der Liga vier Duelle mit „Topteams“, so Parlatan. Sein Fazit nach den Spielen gegen Stuttgart (2:0), Ulm (3:1), den TSV Steinbach Haiger (2:3) und Mainz: „Wir haben uns gut geschlagen. Die Niederlage in Steinbach tut natürlich weh, weil wir lange geführt hatten. Die Entwicklung ist aber gut, auch wenn wir ein, zwei Punkte mehr haben könnten. Ich sehe aber Fortschritte.“

„Drei Schritte nach vorne“

Jopek sieht es ähnlich. Man habe zuletzt „drei Schritte nach vorne“ gemacht, stehe stabiler, sei kompakter und zeige „Männerfußball“. Dass sich das im Klassement nicht widerspiegelt, führt der Routinier auf den schlechten Start zurück. „Das ist ein Riesenkredit, den wir abknabbern müssen“, sagt der 29-Jährige. „Wenn man sich mal anschaut, wo wir mit dem Punkteschnitt der letzten Wochen stehen würden, spricht das für sich.“

Unter Alexander Schmidt holte der OFC nur 1,38 Zähler pro Partie, unter Interimscoach Alfred Kaminski (zwei Siege, ein Remis) und Parlatan (zwei Siege, ein Remis, eine Niederlage) waren es zuletzt 2,0. Das würde hochgerechnet auf die bisherigen 15 Saisonspiele Rang drei bedeuten. Und in Steinbach hätte der OFC laut Jopek „mindestens unentschieden“ spielen, also einen weiteren Zähler holen müssen. Dann wäre man nun Zweiter – mit drei Punkten Rückstand auf Ulm.

Der Ist-Zustand stellt sich aber anders dar. Bei den erzielten Toren (28) sowie den Gegentreffern (17) liegen die Kickers jeweils auf Platz vier, in der Tabelle sind sie jedoch nur Mittelmaß.

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