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Nach dem Rücktritt: Weltmeister Bastian Schweinsteiger wird ARD-Experte

Neuer Job 

Keine Pause nach Rücktritt: Schweinsteiger wird TV-Experte

Bastian Schweinsteiger und sein Kumpel Lukas Podolski lieferten nach dem WM-Triumph 2014 als Spieler ein legendäres Interview ab. Nun wechselt Schweinsteiger die Seite. Als ARD-Experte wird er ab 2020 Leistungen beurteilen.

Mit Joachim Löw feierte Bastian Schweinsteiger in Rio den historischen WM-Triumph - gut fünf Jahre später könnte der Ex-Kapitän seinem früheren Coach auch mal die eine oder andere unbequeme Frage stellen. Nur drei Tage nach seinem Rücktritt hat Schweinsteiger einen neuen Job als ARD-Experte und schon einmal einen guten Tipp für den Bundestrainer parat. „Für mich ist wichtig zu sehen, dass eine gewisse Grundbasis geschaffen wird, auch vom Spielstil.“ Und man brauche ein „Gerüst innerhalb der Mannschaft“.

Der frühere Bayern-Star wird ab 2020 als Kenner der Szene die Leistungen auch der DFB-Auswahl beurteilen. „Mit Sicherheit weiß ich, was in bestimmten Momenten das Spiel, die Mannschaft braucht“, sagte Schweinsteiger. Seine Erfahrungen aus großen Fußball-Spielen, „und diese auch mitentschieden zu haben“, helfe ihm definitiv, meinte er. „Die Aufgabe reizt mich deshalb, weil sie die Möglichkeit bietet, die Spiele aus meinem eigenen Blickwinkel zu betrachten, Spielweisen und -aufstellungen zu hinterfragen und zu analysieren.“ 

Europameisterschaft 2020 als erster Höhepunkt

Bereits in seiner Abschiedsbotschaft am Dienstag hatte der 121-malige Weltmeister und Ex-Kapitän der DFB-Auswahl ankündigt: „Dem Fußball werde ich treu bleiben.“ Der Champions-League-Sieger und achtmalige deutsche Meister soll bis einschließlich der WM 2022 in Katar die Live-Übertragungen im Ersten als Experte begleiten. Erster Höhepunkt für Schweinsteiger, der auf Christoph Metzelder folgt, soll die EM im kommenden Jahr sein. 

Dass den zweifachen Familienvater Schweinsteiger, der zuletzt für den US-Club Chicago Fire gespielt hatte, ein Leben zwischen Windeln und Babybrei auf Dauer ausfüllt, war von vornherein unwahrscheinlich. Doch eine längere Auszeit gönnt sich der Ausnahmekönner, der mit seiner Ehefrau Ana Ivanovic (31) und den beiden Söhnen in Chicago lebt, nicht. „Meine aktive Zeit als Fußballer ist zwar gerade erst vorbei - aber dennoch wird der Fußball weiterhin eine große Rolle in meinem Leben spielen“, sagte der Mittelfeldspieler. Es wurde auch spekuliert, ob er eine Laufbahn als Funktionär oder Trainer einschlägt - aber das kann ja später noch kommen.

Schweinsteiger dürfte eine perfekte Wahl sein, zumal er schon zu aktiven Zeiten ein absoluter Liebling der Fans war. Schweinsteiger will in seiner neuen Funktion auch verschiedene Hintergründe aufzeigen, „um die Welt hinter dem Spiel ein bisschen besser zu vermitteln.“ Dabei könnte es unterhaltsam werden. Denn Schweinsteiger wusste schon immer, für den einen oder anderen Lacher zu sorgen. Fachkompetenz hat er ohnehin. (dpa)

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