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Kein Fußball in Mainz: Dortmund-Spiel wird verschoben

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Von: Jan Christian Müller

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Ist gesund: Sportvorstand Christian Heidel.
Ist gesund: Sportvorstand Christian Heidel. © imago images/Eibner

Das Mainzer Spiel gegen Borussia Dortmund wird nach einem Corona-Ausbruch bei den Rheinhessen verlegt - Terminstress gibt es deswegen aber nicht.

Wegen eines heftigen Corona-Ausbruchs beim FSV Mainz 05 hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) die für Sonntagnachmittag angesetzte Partie der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Dortmund auf Mittwoch, 16. März, 18.30 Uhr, verlegt. Die DFL entsprach damit einem Antrag der Nullfünfer. Dort haben sich 13 Spieler sowie sechs Trainer und Betreuer mit Covid-19 infiziert. Borussia Dortmund äußerte Verständnis, die Verlegung sei „nachvollziehbar und richtig“, sagte Lizenzspielleiter Sebastian Kehl. Terminstress gibt es nicht, da der BVB aus allen Cup-Wettbewerben ruhmlos ausgeschieden ist und auch die Rheinhessen nicht mehr im DFB-Pokal dabei sind. Es ist der erste corona-bedingte Ausfall in der ersten Liga in dieser Spielzeit. Am ersten Spieltag hatten die Mainzer noch ohne eine komplette infizierte Elf mit einer Rumpfmannschaft dennoch RB Leipzig 1:0 geschlagen.

Zur Pressekonferenz am Freitagmittag konnte Trainer Bo Svensson nicht erscheinen. Auch der Däne ist am Donnerstag positiv auf Covid-19 getestet worden und leidet laut Sportvorstand Christian Heidel in häuslicher Isolation unter recht starken Erkältungssymptomen. Heidel vertrat Svensson auf der Pressekonferenz. Die hatte Mainz 05 kurzfristig auch als Videogespräch organisiert, damit Medien nicht vor Ort erscheinen mussten, um direkte Fragen stellen zu können. Der Manager teilte mit, dass der gesamte Kader sowie alle Trainer und Betreuer durchgetestet worden seien, nachdem ein Profi Symptome gezeigt und sodann einen positiven Befund aufgewiesen hatte. Insgesamt habe es 19 positive Fälle gegeben, alle seinen vollständig immunisiert.

Alle drei Torhüter betroffen

Heidel rechnet mit möglichen weiteren Corona-Fällen im Kader. Der Spielausfall sei unausweichlich gewesen, weil alle drei Torhüter - Stammkeeper Robin Zentner, der ohnehin verletzte Finn Dahmen und der dritte Torwart Lasse Rieß - sich infiziert hätten. Die Bestimmungen besagen, dass 16 Akteure, davon mindestens neun Lizenzspieler, davon zumindest ein Torwart, einsatzfähig sein müssen.

Seit 26. Januar gilt eine Anpassung des medizinisch-hygienischen Arbeitsschutzkonzeptes der DFL. Danach sind nur jene Profis und Staffmitglieder zu Schnelltests an allen Trainings-, Spiel- und Reisetagen verpflichtet, die nicht dreimal geimpft sind oder keine zwei Impfungen und eine Infektion hinter sich gebracht haben. Das bestätigte Prof. Tim Meyer am Freitagnachmittag auf FR-Anfrage.

Im Klartext: Nachdem ein Spieler positiv getestet worden ist, hätten nicht alle Profis und Mitglieder des Trainer- und Betreuerstabs - sofern geboostert und symptomfrei - notwendigerweise getestet werden müssen. Da laut Heidel bei Mainz 05 eine erkleckliche Zahl der allesamt durchgeimpften Profis gar keine Symptome aufweist, hätten diese ohne Corona-Test also spielen können. Die Rheinhessen entschieden sich für die Vorsichtvariante und testeten. Die positiven Fälle müssen nun mindestens sieben Tage in häuslicher Isolation bleiben und können mehrheitlich allerfrühestens für Freitag kommender Woche freigetestet werden - ohne jedes Training auf dem Fußballplatz. Das Spiel am Tag danach beim FC Augsburg steht also ebenfalls auf der Kippe.

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