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Jürgen Klopp fiebert mit „seinem“ FC Liverpool mit.

Inspiration für Ansprachen

Jürgen Klopp motiviert sich vor Spielen mit „Rocky“-Filmen

Der frisch gekürte Welttrainer empfiehlt die Kult-Reihe in Schulen zu zeigen: „Wenn du dann nicht auf den Gipfel eines Berges steigen willst, dann läuft etwas falsch bei dir.“

Jürgen Klopp (52) motiviert sich vor wichtigen Fußballspielen mit den legendären „Rocky“-Filmen. Er denke immer an die Figur Rocky Balboa, wenn er Inspiration für Ansprachen vor seinen Profis brauche, schrieb der zum Welttrainer gekürte Klopp in einem Essay für die Online-Plattform „The Players' Tribune“.

„Meiner Meinung nach sollte man Rocky 1, 2, 3 und 4 in den öffentlichen Schulen rund um die Welt zeigen. So wie man das Alphabet lernt. Wenn du diese Filme guckst und dann nicht auf den Gipfel eines Berges steigen willst, dann läuft etwas falsch bei dir.“

Klopp erzählte aber auch von einem missglückten „Rocky“-Moment. 2011 habe er sein Team von Borussia Dortmund vor dem Bundesliga-Topspiel gegen Bayern München mit bekannten Filmsequenzen aus „Rocky IV“ motivieren wollen. Er zeigte Ausschnitte mit dem russischen Bösewicht Ivan Drago und Rocky Balboa in einer kleinen Hütte in Sibirien.

„Meine ganze Rede war Nonsens“

Dann rief er den Spielern zu, auch als Außenseiter könnten sie das Unmögliche schaffen. Erst als er kaum Reaktionen im Team bemerkte, habe er herausgefunden, dass bis auf zwei ältere Spieler keiner die „Rocky“-Filme je gesehen habe. „Meine ganze Rede war Nonsens“, berichtete Klopp. „Ist das zu glauben? Ich musste von vorn anfangen.“

Klopp ist am Montag zum Welttrainer gewählt worden. „Ganz ehrlich, wenn jemand aus der Zukunft zu mir gekommen wäre, als ich 20 Jahre alt war, und mir gesagt hätte, was alles in meinem Leben passiert, hätte ich es nicht geglaubt.“ Er erzählte, dass er in jenem Alter Amateur-Fußballer war, zum ersten Mal Vater wurde, zur Universität ging und in einer Lagerhalle arbeitete, wo Kinofilme aufbewahrt wurden. „Ich habe jede Nacht fünf Stunden geschlafen, bin am Morgen in die Halle, tagsüber in die Kurse. Abends habe ich trainiert und bin dann nach Hause, um Zeit mit meinem Sohn zu verbringen. Das war schwierig, aber hat mir gelehrt, was richtiges Leben ist.“

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