1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball

Jonathan Tah über Nicht-Nominierung: „Schade und enttäuschend“

Erstellt:

Von: Niklas Kirk

Kommentare

Jonathan Tah (26). Der Nationalspieler läuft seit 2015 in der Abwehr der Werkself auf. Vorher HSV.
Schwierige Zeiten im Verein, schwieriger Stand beim DFB: Jonathan Tah © IMAGO

Der 26-Jährige wird gegen Ungarn und England nicht mit dabei sein. Darüber zeigt er sich enttäuscht, hat die WM aber noch nicht abgeschrieben.

Frankfurt – Zwölf Spiele, davon fünf englische Wochen. Und nach der Länderspiel-Pause wartet ein kriselnder FC Bayern München. So möchte man meinen, dass Bayer Leverkusen in Angesicht des verpatzten Saisonstarts (fünf Punkte aus sieben Bundesliga-Spielen) die aktuelle Länderspiel-Pause nur zu gerne wahrnimmt.

Einen, auf den das nicht zutrifft, ist Jonathan Tah. Denn dieser zeigte sich in einem Interview mit dem Kicker enttäuscht darüber, für die anstehenden Nations-League-Partien der Nationalmannschaft gegen Ungarn (23. September) und England (26. September) nicht berücksichtigt worden zu sein.

Jonathan Tah: Im DFB-Team ins Hintertreffen geraten

Das Thema DFB-Elf gestaltete sich für Tah zuletzt ohnehin nicht als unproblematisch. Zwar gehörte er seit November 2021 wieder regelmäßig zum Kader, spielte in sieben Partien allerdings nur zwei Mal über 90 Minuten. Darunter in der WM-Quali gegen Armenien, sowie im Freundschaftssiel gegen Israel. Außer einem Kurzeinsatz gegen Italien blieb ihm auch in der aktuellen Nations League Saison nur der Platz auf der Bank.

„Es ist natürlich schade und enttäuschend, wenn man nicht dabei ist. Das ist immer so und das wird sich, glaube ich, auch nie ändern“ äußert sich der gebürtige Hamburger im Kicker-Interview auf die Nicht-Berücksichtigung durch Bundestrainer Hansi Flick. Dennoch gibt er sich mit Blick auf die anstehende WM kämpferisch: „Man investiert sehr viel Energie. Das werde ich weiterhin tun und versuchen, mich für die WM anzubieten.“

Jonathan Tah über die WM: „Das wird weiterhin mein Ziel bleiben“

Mit Blick auf die sportliche Krise bei seinem Verein sieht er durch die Pause in der Liga zumindest die Chance auf Konsolidierung, bevor es gegen die Bayern geht. „Vielleicht tut uns das gerade mal ganz gut. Wir haben ja noch ein paar Spieler hier, mit denen wir wirklich gute Trainingseinheiten durchführen, viel investieren, viel reflektieren können.“

Kaltlassen wird es Tah dennoch nicht, wenn am Freitag in Leipzig und Montag in London ohne ihn der Ball rollt. Denn mit der WM-Teilnahme als erklärtes Ziel weiß auch er: „So eine Endrunde ist ein großartiges Turnier.“ „Das wird weiterhin mein Ziel bleiben, auch wenn ich aktuell nicht dabei bin.“

Bis zur endgültigen Nominierung des WM-Kaders bleiben somit noch offene Fragen. Eine wird sich unter anderem um die ideale Besetzung der defensiven Außenbahnen drehen. (nki)

Auch interessant

Kommentare