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Einst Eintracht-Fan, jetzt Mainz-Profi: Jonathan Burkhardt. imago images
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Einst Eintracht-Fan, jetzt Mainz-Profi: Jonathan Burkardt.

Mainz 05

Jonathan Burkardt von Mainz 05: Klar im Kopf, schnell zu Fuß

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Angreifer Jonathan Burkardt schafft es mit Verzögerung beim FSV Mainz 05 zur Stammkraft - hat aber noch Steigerungspotenzial.

Freitagabend gegen den FC Augsburg ist für Mainz 05 viel Arbeit angesagt, um nach vier sieglosen Spielen mal wieder dreifach zu punkten. Arbeit, die Jonathan Burkardt, den alle nur Jonny nennen, gern verrichtet. Der schnelle Stürmer ist einer, der sich nicht zu schade ist, auch ohne Ball zu rennen wie verrückt. Sein Trainer Bo Svensson, der ihn schon als Jugendlichen trainierte, mag das. „Ich halte viel von Jonny, das weiß er auch. Er weiß aber auch, wo er sich noch verbessern muss.“ Typisch Svensson, der Bessermacher.

Unter dem Dänen hat es der blonde Burkardt endlich zur Stammkraft gebracht. Für den 21-Jährigen schließt sich Freitagabend ein Kreis. Bereits als 18-Jähriger debütierte er unter Sandro Schwarz gegen den FC Augsburg - und durfte volle 90 Minuten mitspielen. Danach entwickelte sich die Karriere nicht einmal mehr seitwärts, sondern zunächst zurück. Burkardt musste erst Muskulatur draufpacken, um sich zu einem stabilen Bundesligaspieler zu entwickeln. Mittlerweile ist er Kapitän der U21, sein Marktwert liegt laut transfermarkt.de bei 6,5 Millionen Euro. Im Sommer hat der gebürtige Darmstädter, der bis zum 14. Lebensjahr bei den Lilien spielte, seinen Vertrag bis 2024 verlängert.

Schneller als die Eintracht

Mainz 05 war seinerzeit mal wieder schneller als Eintracht Frankfurt. Dabei ist Jonny Burkardt eigentlich immer Eintracht-Fan gewesen. Seine Eltern, der Vater ist Banker, haben stets darauf geachtet, dass dem Sohn keine Flausen in den Kopf gesetzt werden. Erst bei seinen ersten Profivertrag zogen sie die Agentur Pro Profil von Ex-Nationalspieler Thomas Kroth hinzu, für die auch der ehemalige hessische Zweitligatrainer Herbert Dörenberg als Talentscout und Berater junger Spieler gearbeitet hat.

Dörenberg lobt die Familie Burkardt in höchsten Tönen. Die habe gemeinsam mit der Mainzer Nachwuchsschmiede um deren Leiter Volker Kersting dazu beigetragen, dass Jonathan „charakterlich top und klar im Kopf“ geblieben ist. „Das sind sehr vernünftige Leute, denen es nie in erster Linie ums Geld ging, Jonny ist dazu ein hochintelligenter Bursche.“ Und sehr selbstkritisch dazu, Wenn es bei ihm mal nicht so gelaufen ist, wie er das selbst von sich erwartet, sagt Burkardt das auch öffentlich in einer Offenheit, die in der Branche selten ist.

Mit seinem Trainer Bo Svensson ist er sich einig, dass er am ersten Kontakt bei der Ballmitnahme noch arbeiten muss und dass seine Effektivität im Torabschluss noch Raum nach oben lässt. Vergangenen Samstag beim 1:3 in Dortmund erzielte er allerdings kurz nach seiner Einwechslung den Anschlusstreffer. Weil er zuvor in zwei U21-Länderspielen über die volle Distanz zum Einsatz gekommen war (und gegen Israel in der Nachspielzeit das 3:2 erzielt hatte), gab Svensson ihm eine schöpferische Pause. Kraft tanken für die geplante Rückkehr auf die Gewinnerstraße.

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