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Beliebt beim Deutschen Fußball-Bund: U21-Coach Stefan Kuntz.
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Beliebt beim Deutschen Fußball-Bund: U21-Coach Stefan Kuntz.

Nationalmannschaft

EM 2021: Stefan Kuntz als Nachfolger von Jogi Löw gehandelt – Oliver Bierhoff lobt Nachwuchscoach

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Der DFB-Direktor Bierhoff hat enge Bindung zum Nachwuchscoach – was bedeutet das für die Nachfolge von Bundestrainer Jogi Löw?

  • In dieser Woche steht die Nationalmannschaft im Fokus.
  • Nach der Europameisterschaft wird Jogi Löw als Trainer nicht nehr zur Verfügung stehen.
  • Jetzt spricht Oliver Bierhoff über die Nachfolge von Joachim Löw .

Frankfurt - Auch Oliver Bierhoff hat sich irgendwie angewöhnt, die latente Unsicherheit als permanenten Begleiter des täglichen Tuns anzunehmen. Ein Gestalter der deutschen Fußball-Nationalmannschaft muss wandlungsfähig sein, weil sich die Corona-Umstände auch hier fast täglich ändern.

Bestes Beispiel ist der Umgang mit den fünf „Engländern“, wie Bierhoff versehentlich die in der Premier League beschäftigten Profis Ilkay Gündogan, Antonio Rüdiger, Kai Havertz, Timo Werner und Bernd Leno bezeichnete. Im Vorlauf zu den WM-Qualifikationsspielen gegen Island in Duisburg (Donnerstag 20.45 Uhr/RTL), gegen Rumänien in Bukarest (28.3.) und gegen Nordmazedonien erneut in Duisburg (31.3.) war zunächst fraglich, ob dieses Quintett überhaupt einreisen könne. Dann sollten sie gesondert isoliert werden, nun mit der Aufhebung Großbritanniens als Virusvariantengebiet ist sogar der normale Umgang möglich.

Oliver Bierhoff will bei WM-Qualifikation kein Risiko eingehen

„Aber wir wollen kein Risiko eingehen. Wir werden strengere Regeln ansetzen“, beteuerte Bierhoff. Feste Sitzplätze am Tisch und im Bus und ein fester Physiotherapeut sollen helfen, die Kontakte untereinander zu begrenzen. Bislang hat das bei der DFB-Auswahl fast besser geklappt als das Zustandebringen ansehnlicher Kombinationen. Der Rückschlag in Spanien bei der 0:6-Lehrstunde vor vier Monaten war der Tiefpunkt des vergangenen Länderspieljahres, auf der anderen Seite gab es in 2020 keinen einzigen positiven Corona-Fall im deutschen Team – im Gegensatz zu vielen anderen Nationen.

Bierhoff spürt natürlich, dass die März-Länderspiele gerade hierzulande kritisch hinterfragt werden, wenn beispielsweise der Bevölkerung vom Reisen in den Osterferien abgeraten wird. Daher ertönte aus der in Düsseldorf errichteten DFB-Blase auch keinerlei Wehklagen. „Die Situation ist erschwert“, betonte Bierhoff, „aber wir beschweren uns nicht.“ Die Vorschriften werden umgesetzt – basta. Ebenso eindeutig ist der sportliche Auftrag, den der 52-Jährige in der digitalen Pressekonferenz so formulierte: „Wir wollen in der Gruppe vorne weg marschieren.“ Das Letzte, was der Verband mit seinen ungeklärten Machtfragen braucht, sind Zitterspiele um die Zulassung für die Wüsten-WM 2022 in Katar.

Nach der EM 2021 ist Schluss: Oliver Bierhoff spricht über die Nachfolge von Jogi Löw

Dass die Qualifikationsspiele jetzt für ein Turnier anlaufen, bei dem Joachim Löw gar nicht mehr Bundestrainer sein wird, findet Bierhoff unerheblich. Die Debatten um den Löw-Nachfolger schwappten fast zwangsläufig zum zuständigen Direktor, der Gespräche mit Präsident Fritz Keller, Multifunktionär Peter Peters und Generalsekretär Friedrich Curtius ankündigte, die allesamt ins Teamhotel kämen. Leitsatz: „Zeit ohne Ende haben wir nicht, aber wir haben keinen Zeitdruck.“ Bierhoff erneuerte sein Versprechen, dass er mit keinem Trainer spreche werde, „der unter Vertrag steht“ – demnach wird der bis 2023 an den FC Bayern gebundene Hansi Flick also nicht kontaktiert.

Das könnte die Chancen von U 21-Nationaltrainer Stefan Kuntz erhöhen. Enge Bindung zwischen den 1996er-Europameistern ist verbürgt: Mit Kuntz habe er schon eine Fahrgemeinschaft zum Training bei Bayer Uerdingen gebildet, als er 18 war, erzählte Bierhoff. Nicht umsonst habe man den Vertrag mit dem Nachwuchstrainer verlängert, fügte er noch an. Eile sei bei der Entscheidung nicht vonnöten, denn: „Wir haben auch DFB-intern gute Lösungen.“ Kuntz sei ein „guter Kommunikator“, der intern „hohe Wertschätzung“ genieße. Der Name Ralf Rangnick fiel am Montag zwar keinmal, aber für die Personalie kann letztlich dasselbe gelten wie für das Coronavirus: Manchmal verändert sich alles rasend schnell. (Frank Hellmann)

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