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Stets interessant frisiert: der Slowake Marek Hamsik.
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Stets interessant frisiert: der Slowake Marek Hamsik.

Polen, Spanien, Schweden, Slowakei

Gruppe E: Jenseits von Real

  • Günter Klein
    vonGünter Klein
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Spanien tritt mit einem guten und doch ungewöhnlichen Kader an, während die Polen auf Lewandowski setzen - und Außenseiter Slowakei auf einen Paradiesvogel.

Mit der Nominierung sind der Gruppe E zwei wunderbare Typen verloren gegangen: Der ewige Sergio Ramos kann diesmal nicht verteidigen, das gibt die Gesundheit nicht her. Für Spanien ist der konsequente Abwehrfiesling nicht zu ersetzen. 2021 lässt er also aus, doch die WM 2022 will er mitnehmen. Ja, sogar 2026 traut man ihm zu, dann wird er gerade 40 sein.

Ein Jahr älter, als Zlatan Ibrahimovic jetzt ist. Mit 39 wollte der schwedische Exzentriker seinem Land noch einmal dienen, seinen Rücktritt von 2016 hatte er revidiert – dann verletzte er sich am Knie. Nicht das Ende der Karriere, aber eine Unterbrechung, die wie bei Ramos nun eben zur Turnier(un)zeit stattfindet.

Paradiesvogel Hamsik

So ist natürlich unbestritten Robert Lewandowski der interessanteste Spieler in der Gruppe. Das Kalkül Polens: Wenn der Nationalstar annähernd so performt wie in seiner Bundesliga-Rekordsaison, sollte man in der Gruppe nicht stolpern und danach noch ein Weilchen im Wettbewerb bleiben. Schließlich ist Polska so international aufgestellt wie noch nie. Mit Spielern aus England, Italien, Frankreich und einem portugiesischen Trainer.

Favorit ist gleichwohl Spanien. Der Kader ist mit bekannten Namen bestückt, wobei sich bei genauerem Hinsehen eine schwerwiegende Veränderung ergeben hat: Real Madrid, der königliche Klub, ist nach dem Ramos-Ausfall gar nicht mehr vertreten, der FC Barcelona mit zwei Akteuren. Die größte Zeit hatte Spanien von 2008 bis 12 mit drei Titeln in Serie erlebt –‘ und mit Blöcken von Real und Barça. Mittlerweile ist die Premier League sehr angesagt bei spanischen Spielern.

Nach 2012 fielen Spaniens Ergebnisse bei Turnieren bescheiden aus, ein Niedergang blieb der stolzen Nation aber erspart, dafür ist ihr Potenzial einfach zu groß. Allerdings sorgt Sergio Busquets Corona-Fall für Unruhe im Lager.

Schweden dürfte mit Polen ins Rennen um Platz zwei gehen. Dass Ibrahimovic absagen musste, ist rein sportlich nicht die große Schwächung. Ohne ihn hatte das Tre-Kronor-Team auch was erreicht: Bei der WM 2018 ließ es Deutschland hinter sich, und für die EM 2020 konnte es sich qualifizieren. Der Leipziger Emil Forsberg ist jetzt der Anführer.

Ein bisschen Bundesliga ist auch bei der Slowakei vertreten. Peter Pekarik, Ondrej Duda und Laszlo Benes kommen direkt aus dem Abstiegskampf mit Hertha, Köln und Augsburg. Nun werden sie wohl das Tabellenende der EM-Gruppe E kennenlernen.

Die Slowakei bringt aber zumindest eine Hingucker mit: Marek Hamsik. In zwölf Jahren in Neapel wurde er zum Rekordspieler des SSC, ist Vereinslegende. Nach einem China-Intermezzo will er in Schweden weitermachen. Er ist die Fußballmarke der Slowakei. Mit Tattoos und einer stets interessanten Frisur. Sergio Ramos hätte großen Appetit auf ihn gehabt. gk

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