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Wahr ist, dass hierzulande jeder Mensch, der einen interessierten Klub findet, so viel Geld hineinpumpen kann, wie es ihm beliebt - auch in Leipzig.
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Wahr ist, dass hierzulande jeder Mensch, der einen interessierten Klub findet, so viel Geld hineinpumpen kann, wie es ihm beliebt - auch in Leipzig.

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Investoren im Fußball: Das böse Kapital

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Wenn die DFL so tut, als säßen die bösen Kapitalisten bei der Uefa und die Tugendwächter des hehren Vereinsfußballs in der Frankfurter Verbandszentrale, so ist das eine Irreführung.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat Alarm geschlagen. Sie befürchtet, dass die Uefa künftig Investoren unbegrenzte Möglichkeiten geben wird, sich in Klubs finanziell zu engagieren. Offenbar sehen das die Pläne der Europäischen Fußball-Union vor, die noch im Dezember bei einer Sitzung des regierenden Exekutivkomitees bestätigt werden könnten. „Das lehnen wir strikt ab“, sagt der fürs Auslandsgeschäft zuständige DFL-Mann Marc Lenz. Ihm dünkt: Die Bundesliga würde dann abgehängt.

Millionen Fußballfans in Deutschland finden eine ablehnende Haltung gegenüber reichen Geldgebern gut, egal, ob diese Investoren mit dem Profifußball noch stinkereicher werden wollen (Hedgefonds) oder sich freuen, über den Fußball Berühmtheit auf der ganzen Welt zu erlangen (Roman Abramowitsch) oder ihren kleinen Staat groß machen wollen (Katar) oder sich dem Mäzenatentum verschrieben haben (Dietmar Hopp) oder ihre Firma werblich aufpumpen möchten (Volkswagen, Bayer, Red Bull).

Bockige Fußballfans

Wenn die DFL aber jetzt so tut, als säßen die bösen Kapitalisten bei der Uefa und die Tugendwächter des hehren Vereinsfußballs in der Frankfurter Verbandszentrale, so ist das eine Irreführung. Wahr ist nämlich, dass hierzulande jeder Mensch, der einen interessierten Klub findet, so viel Geld hineinpumpen kann, wie es ihm beliebt. Das hat Lars Windhorst gerade bei Hertha BSC getan (375 Millionen Euro), das hat Dietmar Hopp in Hoffenheim getan (rund 350 Millionen), das tun Bayer und VW und Red Bull seit Jahrzehnten in Leverkusen und Wolfsburg und Leipzig. Schauen wir uns die aktuelle Tabelle an: 1. Wolfsburg, 2. Hoffenheim, 3. Leverkusen.

Die berühmte 50+1-Regel schützt nicht vor derlei Investitionen, sie schützt lediglich davor, dass die Geldgeber mehr zu sagen haben als die Vereine selbst. 50+1 hält internationale Kapitalanleger deshalb von der Bundesliga fern und treibt sie nach England, Italien, Spanien, Frankreich. Das Geld würden viele deutsche Klubs gerne nehmen, wenn sie ehrlich sind, Wenn nur die Fans nicht so bockig wären.

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