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Der Mainzer Trainer Bo Svensson. Foto: dpa
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Der Mainzer Trainer Bo Svensson.

Mainz 05

In Mainz kehrt jetzt Ruhe ein

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat einen neuen Aufsichtsratschef gefunden - vorausgegangen waren einige interne Querelen.

Dieser Tage hat der seit fünf Wochen bei Mainz 05 im Amt befindliche Trainer Bo Svensson im Interview mit der „Allgemeinen Zeitung“ seinen Antrieb erläutert: „Es geht darum, den Verein in eine gemeinsame Richtung zu führen.“ Der Däne meint das nicht nur auf den von ihm zu verantwortenden sportlichen Teil bezogen. Mainz 05 hat in seiner Verteidiger-eit bei den Rheinhessen von 2007 bis 2014 als besonders familiärer Klub überregionale Berühmtheit erlangt.

Zuletzt waren es eher böse Familienstreitigkeiten, die nach außen drangen. In dieser Woche vor dem Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr) aber hat sich was zum Besseren gewandelt. Der Aufsichtsratschef Detlev Höhne ist nämlich zurückgetreten, was angesichts der Turbulenzen der vergangenen Wochen (die FR berichtete) sowohl für Höhne als auch für den Verein das Beste sein dürfte. Zu sehr lastete der nicht bestätigte Verdacht auf Mainz 05, umtriebige Netzwerke im Hintergrund hätten Einfluss auf den Entscheid des Wahlausschusses genommen, vier amtierende Aufsichtsratsmitglieder ohne Begründung nicht zur Wiederwahl zuzulassen, was zur Absage der Mitgliederversammlung führte.

Am Ende hat der Big Boss Höhne auch mit Rücksicht auf seine persönliche Lebensqualität die Konsequenzen gezogen. Der öffentliche Druck war groß geworden, unter anderem hatte der seinerzeit unehrenhaft gegangene Ehrenpräsident Harald Strutz Höhne massiv attackiert. Dieser tue „dem Verein nicht gut“. Auch Ex-Trainer Sandro Schwarz hatte Höhne jüngst im FR-Interview recht unverblümt kritisiert: „Wenn die handelnden Personen, die seinerzeit schon da waren und jetzt noch da sind, vom Mainzer Weg sprechen, dann sollten sie sich erinnern, was Mainzer Weg bedeutet: schwierige Situationen gemeinsam zu meistern.“

Höhnes aktueller Nachfolger heißt Volker Baas, der für die noch nicht fix terminierte Neuwahl in diesem Sommer auch Topkandidat für den Vorsitz ist. Es ist davon auszugehen, dass der Jurist das Amt zurückhaltender interpretiert als Vorgänger Höhne. Seine Liebe zu Mainz 05 ist verbrieft: Volkers Baas´ Vater Heinz trainierte Mainz 05 von 1959 bis 1966 und ist damit nach Jürgen Klopp der Chefcoach der Rheinhessen mit der längsten Amtszeit.

Bo Svenssons Start lässt erahnen, dass auch er mit seinem klugen Denken und Handeln geraume Zeit Trainer vom FSV Mainz 05 bleiben könnte. Der Klassenerhalt, so der Däne, sei nicht „die allerwichtigste Frage“. Es gehe vielmehr darum, „dass wir auf und neben dem Platz wieder in einer Art und Weise agieren, hinter der wir stehen“.

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