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Frank Mill lässt grüßen: Robert Lewandowski vergibt in Freiburg die riesige Chance auf seinen 41. Saisontreffer.
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Frank Mill lässt grüßen: Robert Lewandowski vergibt in Freiburg die riesige Chance auf seinen 41. Saisontreffer.

Robert Lewandowski

In anderen Sphären

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Der Weltklassestürmer vom FC Bayern knackt in Freiburg Gerd Müllers Uralt-Rekord - und lässt es menscheln.

Fast schien es, als habe sich der ewige Lausbub Thomas Müller so ein bisschen gefreut, dass der beste Stürmer auf diesem Planeten, der zufälligerweise in seiner Mannschaft spielt und Robert Lewandowski heißt, ja offenbar tatsächlich nur aus Fleisch und Blut ist. Kurz vor Schluss beim 2:2 gegen den SC Freiburg ließ der Pole im Bayern-Dress eine hunderttausendprozentige Möglichkeit aus, da kratzte „Lewy“ den Ball Zentimeter von der gegnerischen Torlinie und schaufelte ihn irgendwie in die Arme des verdutzten Freiburger Torwarts Mark Flekken. Ein Kunststück. Auch in der nach oben offenen Frank-Mill-Skala hat sich der 32-Jährige damit an die Spitze gesetzt. „Er ist ja doch nur ein Mensch“, jubilierte also Schlitzohr Müller und zeigte sein breitestes Lächeln, auf das jedes Honigkuchenpferd neidisch wäre.

Es wäre der 41. Saisontreffer für den Stürmer aus einer anderen Sphäre, seinen 40. hatte er vorher schnöde per Strafstoß erzielt. Es war ein Tor von historischer Dimension, weil Lewandowski damit den Uralt-Rekord der Bayern-Ikone Gerd Müller egalisierte – eine Bestmarke, die über ein halbes Jahrhundert Bestand hatte und lange unerreichbar schien. Aber nicht für diesen perfekten Stürmer, der keine Schwächen hat. Seine Tore erzielt er willkürlich mit rechts, links oder per Kopf – er lässt es leicht aussehen, auch das Schwere. Das ist die große Kunst. „Er hat sich ein Denkmal gesetzt“, sagt der Münchner Vorstand Oliver Kahn.

Nach seinem Rekordtor hat der Nationalspieler Größe bewiesen, sein Trikot gelüftet und darunter ein T-Shirt mit Gerd Müllers Konterfei freigelegt: „4ever Gerd“, für immer Gerd. Eine schöne Botschaft an die demenzkranke Bayern-Legende. Anschließend lief Lewandowski sichtlich bewegt durch das Spalier, das die Bayern-Entourage für ihn gebildet hatte. Ehre, wem Ehre gebührt. „Ich habe mit Gerd Müller gespielt und weiß, dass er Robert diesen Tag von Herzen gönnt“, sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. „Beide sind Stürmer, die in der Geschichte des Fußballs herausstechen.“

Ach ja: Am nächsten Samstag hat Lewandowski gegen Augsburg die Möglichkeit, den unerreichten Gerd Müller zu überflügeln. Er wird es tun. Zweifel sind nicht angezeigt. dur

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