Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gar nicht so wild dieser kleine Pieks.
+
Gar nicht so wild dieser kleine Pieks.

Kommentar

Impfungen im Profifußball: Die Zweifler überzeugen

  • Jakob Böllhoff
    VonJakob Böllhoff
    schließen

Verglichen mit den Alternativen ist eine Impfung fast immer die besser Wahl - auch für die Spieler der Fußballklubs aus den deutschen Profiligen. Ein Kommentar.

Manchmal wünschte man sich, die Menschen würden mehr auf ihre Sportschuhe hören. Auch und gerade beim Thema Impfen. „Just do it“, lautet ja der berühmte Slogan eines berühmten Sportartikelherstellers aus den USA – tu es einfach. Ein Motto, das dieser Tage fraglos auch zu den Corona-Impfkampagnen passen würde, denen es offenbar immer weniger gelingt, zu den Leuten durchzudringen, sie zu überzeugen. Traurig genug.

Da Fußballprofis nun zu jener Bevölkerungsgruppe gehören, die ihren Sportschuhen besonders nahe steht (Spötter würden sagen: auch intellektuell), müsste die Weisheit der Stiefel eigentlich besonders gut verfangen. Wünschenswert wäre es. Denn fest steht, dass sich auch bei den Berufsfußballern in Deutschland noch einiges tun muss beim Thema Impfen. Das macht nun auch ein aktuelles Rundschreiben von Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga, an die Bundesligaklubs deutlich, das dem Fachmagazin „Kicker“ vorliegt. Darin appelliert Seifert an die Eigenverantwortung der Klubs und der Spieler, damit das Coronavirus nicht, wie in den vergangenen Saisons, den Ligabetrieb gefährdet. Das Impfen spiele hier die wichtigste Rolle. Es stehe, wird der DFL-Boss vom „Kicker“ zitiert, „jedem frei, sich nicht impfen zu lassen“ – dann müsse allerdings anderweitig dafür Sorge getragen werden, dass man sich nicht mit Corona infiziere, schrieb Seifert und verwies auf die Solidargemeinschaft.

Schwache Impfquote

Seiferts Worte klingen eindringlich. Mit wachsender Sorge hat der Verbandschef wahrgenommen, dass das Eröffnungsspiel der Dritten Liga zwischen Osnabrück und Duisburg abgesagt werden musste wegen Corona, dass in Liga zwei ein Ausbruch den SV Darmstadt 98 zerzauste, und dass auch in der Bundesliga immer mehr Fälle aufploppen. Alleine drei beim VfB Stuttgart. Dort suchten die Verantwortlichen nun noch einmal das Gespräch mit allen Ungeimpften und machten ihnen laut Trainer Pellegrino Matarazzo klar, „wie wichtig es für den Verein und die Mannschaft sein kann, sich impfen zu lassen“.

Bislang haben aus Liga eins und zwei nur Köln, Augsburg, Karlsruhe und Kiel durchgeimpfte Spielerkader vermeldet. Und man fragt sich schon, welche berechtigten Vorbehalte es gegen den nachgewiesenermaßen harmlosen Pieks geben kann bei Profisportlern, die sonst nicht gerade zimperlich mit ihren Körpern umgehen und Schmerzmittel mitunter schlucken, als wären es Smarties.

Verglichen mit den Alternativen ist die Impfung fast immer die besser Wahl, und es liegt nun an Klubs und Mitspielern, den Zweiflern einen sanften, aber überzeugenden Tritt in den Hintern zu verpassen. Alles eine Frage des Schuhwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare