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Wann geht’s weiter? FSV-Macher Thomas Brendel und sein Team werden von schlechten Plätzen und Corona ausgebremst.
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Wann geht’s weiter? FSV-Macher Thomas Brendel und sein Team werden von schlechten Plätzen und Corona ausgebremst.

FSV Frankfurt

Im Schwitzkasten von Corona

  • vonStefan Fritschi
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Bei Regionalligist FSV Frankfurt hat sich das Virus breitgemacht, das Spiel in Freiburg fällt aus. Es ist das dritte in Folge für die Bornheimer. Der Termindruck steigt.

Es ist eine bizarre Situation für den FSV Frankfurt, die es in dieser Form sehr wahrscheinlich nicht mehr geben wird. Binnen acht Tagen standen für die Bornheimer drei Spitzenspiele in der Fußball-Regionalliga Südwest auf dem Programm – und alle fanden oder finden nicht statt. Waren die Absagen der Partien gegen Steinbach Haiger und in Offenbach noch profan – reichlich Nässe hatte den Rasen unbespielbar gemacht –, so wütete nun das Coronavirus im Team und führte auch zum Ausfall des für heute angesetzten Duells mit dem SC Freiburg II.

„Wir haben sechs Fälle“, konstatiert der Trainer und Sportliche Leiter Thomas Brendel. Bei zwei weiteren aus dem Team stünde das endgültige Ergebnis noch aus. Immerhin: Die Schnelltests seien laut Brendel negativ ausgefallen. Schon Anfang Januar, als der Ball ruhte, hatte es zwei positive Corona-Fälle beim FSV gegeben. „Die Spieler sind später in den Trainingsbetrieb eingestiegen“, sagt Brendel dazu. Bis einschließlich Sonntag sei nun der Trainingsbetrieb am Bornheimer Hang für alle übrigen negativ getesteten Akteure ausgesetzt. Individuelles Fithalten steht auf dem Programm, „die Spieler sind mit Plänen ausgestattet“. Am Montag würden dann die nächsten Testungen in Frankfurt durchgeführt.

Bereits am Montag hatte sich beim FSV die Lage zugespitzt. Zwei Spieler hätten, so Brendel, über entsprechende Symptome berichtet und seien positiv getestet worden. Bei einem weiteren, der nicht in Kontakt zur Mannschaft gestanden und auch über Symptome geklagt habe, sei ebenso das Coronavirus festgestellt worden. „Wie anfangs vermutet, hat sich das in der Woche fortgesetzt“, sagt der 44-Jährige. Am Donnerstag, vor Beginn des Trainings, seien noch einmal Testungen durchgeführt worden und noch drei Fälle hinzu gekommen. Alle positiv Getesteten befänden sich nun in häuslicher Quarantäne.

Bisher hat die Regionalliga Südwest GbR nur das Freiburg-Spiel des FSV abgesetzt. „Es kommt darauf an, was das Gesundheitsamt anordnet“, sagt Jonas Ochs, Referent Geschäftsführung bei der GbR, zum weiteren Prozedere. Bei dieser Ausgangslage könnte es durchaus möglich sein, dass das Gesundheitsamt Frankfurt eine 14-tägige Quarantäne für die Mannschaft und Trainer ausgibt, die bei folgenden negativen Tests auf zehn Tage reduziert würde.

Um wieder am Spielbetrieb teilzunehmen, bedarf es laut Ochs eine mehrtägige Trainingsvorlaufzeit, die auch individuell gestaltbar sei. Somit dürften zumindest die Partie in Alzenau (13. Februar) und das bereits wieder angesetzte Nachholspiel gegen Steinbach Haiger (16. Februar) ebenso abgesetzt werden.

„Es ist absolut blöd für alle Beteiligten, und wir haben die Arschkarte“, übt Brendel Kritik. Den Plan der Regionalliga Südwest GbR, die extrem lange Saison mit 42 Spieltagen durchzuführen, nennt er grenzwertig, durch Spielabsagen entstehe eine „total verzerrte Liga“. Aber, das fügt er süffisant wie kämpferisch an: „Unterbrechungen sind wir gewohnt.“ Und die Schwarz-Blauen gehen dabei sogar gestärkt hervor: Seit dem November-Lockdown haben sie 19 von 21 Punkten einkassiert und große Stabilität und Flexibilität gezeigt. Spitzenspiele zeichnen sich für den FSV Frankfurt also wieder ab. Fragt sich nur, wann.

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