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Bald wieder im BVB-Dress? Mats Hummels.

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Der Hummels-Hammer

Borussia Dortmund will den Bayern-Verteidiger zurückholen – die Chancen sollen gut stehen.

Mats Hummels genießt mit seiner Frau Cathy gerade die Sonne Floridas, zum vierten Hochzeitstag ließ sich das Paar ganz entspannt auf einer Liege fotografieren. Daheim ist unterdessen die Zukunft des Ex-Nationalspielers ein heiß diskutiertes Thema – und allem Anschein nach steht eine spektakuläre Rückkehr zu Borussia Dortmund bevor.

Rekordmeister Bayern München und sein schärfster Bundesligarivale verhandeln über einen Transfer des 30-Jährigen und dabei soll inzwischen weitgehend Klarheit herrschen. Die „Bild am Sonntag“ berichtete von einer Ablöse von etwa 20 Millionen Euro und erfolgsabhängigen Zuschlägen, die die Münchner als „angemessen“ akzeptiert hätten. Die Vereine kommentieren das alles bislang nicht.

Es heißt, Bayern-Trainer Niko Kovac habe bereits seine „grundsätzliche Zustimmung“ zum Wechsel gegeben, der überraschend käme. Hummels hatte in der Rückrunde weitgehend überzeugt und einen wichtigen Anteil am zwölften Double in der Geschichte des FC Bayern. Gerade auf seine Ausbootung aus der Nationalmannschaft reagierte Hummels mit teilweise vorzüglichen Auftritten.

Doch womöglich fürchtet er, seinen Stammplatz künftig an Benjamin Pavard (vom VfB Stuttgart/35 Millionen Euro) oder Lucas Hernandez (von Atletico Madrid/80 Millionen Euro) zu verlieren – und möchte sich ein sportliches Schicksal wie das von Jerome Boateng ersparen. Zumal Nationalspieler Niklas Süle in der Bayern-Abwehr gesetzt ist. „Ich bin der Meinung, dass ich nicht vor vielen Konkurrenten auf meiner Position Angst haben muss“, hatte Hummels vor einer Weile gesagt. Aber spürt er noch genügend Vertrauen im Verein?

Hinzukommt, dass die Rückkehr eine Herzensangelegenheit für Hummels wäre, er spielte schon zwischen 2008 und 2016 sehr erfolgreich beim BVB. Dementsprechend soll Hummels einem Transfer „positiv“ gegenüberstehen, da auch um die Beziehung zu Kovac immer wieder Fragen kreisten. Der Spieler ist gewiss kein Fan seines Trainers – umgekehrt gilt das ebenso.

Dass ein Hummels-Transfer an der Situation von Boateng etwas ändert, ist unwahrscheinlich. Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte ihn jüngst als „Fremdkörper“ bezeichnet und erklärt: „Er ist kein Spieler für die Bank. Er ist kein Spieler, der das verträgt.“ Boateng hatte gleichwohl entgegnet, dass er nicht wegrennen werde und sich die Lage auch schnell ändern könne.

Aus Dortmunder Sicht wäre die Rückholaktion der Königstransfer der Sommers und würde die Kampfansagen in Richtung München unterstreichen. „Wir wollen Meister werden“, hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kürzlich gesagt, er wolle versuchen den „Mount Everest Bayern“ zu bezwingen.

Loddar rät ab

Der Weltmeister von 2014 wäre der vierte BVB-Großeinkauf. Bislang wurden Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach), Julian Brandt (Bayer Leverkusen) und Nico Schulz (TSG Hoffenheim) verpflichtet. Hummels könnte in Dortmund eine Achse mit Torwart Roman Bürki, Axel Witsel und Marco Reus formen – und zudem das Gewinnergen noch stärker in der Mannschaft verankern.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus rät dem FC Bayern allerdings von einem Hummels-Verkauf ab, „erst recht nach der starken Rückrunde. Für mich spielt er viel besser, seit er nicht mehr in der Nationalelf ist. Falls die Bayern ihn gehen lassen, stärken sie ihren direkten Konkurrenten um die Meisterschaft“. Man darf davon ausgehen, dass den Münchnern dies bewusst ist. Es wäre also ein kalkuliertes Risiko. (sid)

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