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Auch er ist begehrt: Eintracht-Trainer Adi Hütter.
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Auch er ist begehrt: Eintracht-Trainer Adi Hütter.

Flick, Hütter, Rose und Co.

Kommentar: Immer mehr Trainer in Position der Stärke

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Die Manager schauen sich nicht mehr nur auf dem Markt der arbeitslosen Übungsleiter um, sondern auch bei Angestellten anderer Klubs – Ausstiegsklauseln bei Trainern sind Usus. Ein Kommentar.

Immer dann, wenn ein einsamer Cowboy (Trainer) beim wilden Ritt durch die Prärie (Bundesliga) ins Wanken geriet (Niederlagenserie), wenn er zu fallen drohte (lange Niederlagenserie), er gar abgeworfen wurde von seinem Ross (sehr lange Niederlagenserie) und derart hart aufknallte, dass er es ohne Helfer (Sportchef) nicht mehr hinauf in den Sattel schaffte, dann hieß es: der Nächste, bitte. Cowboys wie Fußballtrainer als schwächstes Glied, total normal.

Einer, der die Gesetze des ballspielenden Metiers bestens kennt: Peter Neururer, fast drei Jahrezehnte lang selbst Coach, heute TV-Sachverständiger, und mit 65 noch immer als Retter benannt, wenn es anderen Trainern an den Kragen geht. Ehrlicherweise zwar zuletzt nur auf Schalke – wo auch sonst? – und nicht einmal dort schaffte es der Olle Peter über die Klamauk-Ecken des Internets hinaus. Ernsthaft war er, also vermutlich, trotz des Gelsenkirchener Trainerrodeos kein Kandidat.

Denn in Wahrheit ist es ja so, dass sich die Manager tendenziell schon Gedanken bei der Besetzung des Trainerpostens machen. Das Ergebnis: Gefühlt sind die Übungsleiter zuletzt so wichtig wie noch nie für die Vereine geworden. Nicht nur Neururer erhält seit 2014 keinen Job an der Kreidelinie mehr, auch andere, wesentlich jüngere, aber schon mehrfach gescheiterte Leute mussten aussteigen aus diesem Karussell.

Schon immer haben die besten Fußballlehrer ihre Teams geprägt, im Schnitt aber waren sie lange einigermaßen easy austauschbar. Häufig ploppten die immer selben Kandidaten bei wechselnden Klubs auf. Und es gibt sie freilich noch, jene Leute, die in einer Woche in Köln gefeuert und in der nächsten in Mainz eingestellt werden. Aber eben immer seltener.

Ausstiegsklauseln sind auch bei Trainern Usus

Gerade die letzten Wochen zeigen: Die Manager schauen sich nicht mehr nur auf dem Markt der arbeitslosen Übungsleiter um, sondern auch bei Angestellten anderer Klubs. Ausstiegsklauseln bei Trainern sind Usus. Dortmund sicherte sich die Dienste von Gladbachs Marco Rose gegen eine Ablöse von fünf Millionen, die Borussia zeigt Interesse an Frankfurts Adi Hütter und ist wohl bereit, 7,5 Millionen zu zahlen. Der FC Bayern könnte Hansi Flick an den DFB verlieren (auch eigenverschuldet). Selbst ein Verein aus dem unteren Segment, Mainz 05, überwies 1,5 Millionen für den unerfahrenen, aber qualifizierten Trainer Bo Svensson ans RB-Imperium. Eine beachtliche Entwicklung, die vor allem die Cowboys, äh, Trainer stärkt. Zumindest diejenigen, die noch nicht so oft von ihrem Ross gepurzelt sind.

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