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Das hält du ja im Kopf nicht aus: Werder-Trainer Markus Anfang.
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Das hält du ja im Kopf nicht aus: Werder-Trainer Markus Anfang.

Zweite Bundesliga

Für die Traditionsklubs Bremen, HSV und Schalke: Eine Liga voller Risiken

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Die zweite deutsche Spielklasse hat viele Traditionsvereine wie Hamburg, Bremen oder Schalke 04 – und gerade die drei Zugpferde haben vor allem eines: viele Probleme. Ein Kommentar.

Nach Jahren der besten zweiten Liga aller Zeiten, den folgenden der allerbesten zweiten Liga alleraller Zeiten ist bekanntlich der Moment für die allerallerbeste zweite Liga alleralleraller Zeiten gekommen. Das behaupten sie jedenfalls, die beteiligten Klubs und Fernsehmacher des vermeintlichen fußballerischen Premiumprodukts. Nach drei Spieltage bleibt nüchtern zu konstatieren: Stimmt so nicht ganz.

Was die Liga zweifelsohne hat, sind Traditionsvereine, sie verteilen sich von Rostock bis Nürnberg, von Dresden bis Düsseldorf über die Republik, dazu die ehemaligen Erstligisten, aus Darmstadt oder Paderborn, vor allem aber aus Hamburg, Bremen und Gelsenkirchen – was zur wesentlichen Feststellung überleitet: Gerade die drei Zugpferde haben vor allem eines: viele Probleme.

Hamburger SV: Geplantes Chaos auf dem Rasen

Jeweils vier Punkte aus den ersten drei Spielen holten der Hamburger SV, der SV Werder und Schalke 04. Und schon ist früh in der Saison wieder Druck auf den ohnehin stets vor sich hin köchelnden Kesseln. Auf Schalke fragen sie sich bibbernd, wann, wohin und ob überhaupt ihnen jemand die überteuerten Altlasten aus Erstligazeiten abkaufen wird, die selbst im Bundesligavergleich fürstlich entlohnten Fußballer Mascarell, Harit und Nastasic. Das Absurde: Nicht mal etwas tun müssen die Kicker für ihren Lohn, aus dem Kader gestrichen wurden sie, leichter lässt sich kaum Geld verdienen.

In Hamburg ist schon seit Jahren nichts mehr leicht. Auf schmerzhafte Weise erfuhr der HSV, was es heißt, Zweitligist zu sein, der eigenen Aufstiegsphobie geschuldet. Sie werden es nicht gerne hören beim HSV, aber nicht nur sportlich, auch finanziell ist die Bundesliga mittlerweile weit entfernt. Derbypleiten gegen den Stadtrivalen aus St. Pauli tragen da gewiss nicht zur Aufheiterung bei, wenngleich sie beim Blick auf die Kaderqualität eigentlich nicht gänzlich überraschen dürften.

Werder Bremen: Gefahr des Abrutschens

Während also beim HSV derzeit vordringlich auf dem Platz Chaos herrscht, weil Trainer Walter es gerne so haben möchte und sich dadurch erfolgsbringende Effekte erhofft, schlittert Nordrivale Bremen mitten hinein ins totale Tohuwabohu. Kein Geld, keine Spieler - keine Hoffnung? Beim einstmals so stolzen Champions-League-Vertreter geraten früh in der Saison die Mechanismen des Profitums in Gang. Geht es nach den Fans, soll Sportchef Baumann alsbald die Biege machen, während Trainer Anfang zeitgleich und unaufhörlich neue Spieler fordert. Wohlgemerkt im Wissen, dass eigentlich weiterhin das 40-Millionen-Euro-Corona-Loch gestopft werden will. Anmerkung am Rande: Gleiches machte Anfang vor ein Jahr bei Darmstadt 98, brachte ihm nur nichts. Seltsam.

Zurück zum Thema: Schalke, Hamburg, Bremen - tolle Klubs voller Tradition, die aber schon ahnen dürften: Alle drei werden sie am Ende nicht oben stehen. Die allerallerbeste zweite Liga alleraller-aller Zeiten bedeutet für sie mehr Last als Lust, sie birgt gar das Risiko, noch weiter abzurutschen (Achtung, Achtung, liebe Bremer). Bezeichnend der aktuelle Tabellenführer: Jahn Regensburg, eigentlich Abstiegskandidat.

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