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Siegchance verstopkert: Krzysztof Piatek (rechts) vergibt freistehend vor Mainz-Keeper Robin Zentner.
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Siegchance verstopkert: Krzysztof Piatek (rechts) vergibt freistehend vor Mainz-Keeper Robin Zentner.

Mainz gegen Hertha BSC

Hilfreiches Pünktchen

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Das leistungsgerechte 1:1 im Nachholspiel führt den FSV Mainz 05 und Hertha BSC auf unterschiedlichen Wegen zum möglichen Klassenerhalt

Normalerweise ist Pal Dardai kein Anhänger davon, seine Fußballer nach Schlusspfiff in einem großen Kreis zu versammeln, um noch auf dem Fußballplatz den Zusammenhalt zu betonen. Im Anschluss an das verdiente 1:1 (1:1) im Nachholspiel beim FSV Mainz 05 schien dem Trainer von Hertha BSC diese Geste außerordentlich wichtig. „Ich habe die Spieler nochmal zusammengeholt, ich mache das sonst nicht. Ich habe sie gelobt“, sagte Dardai. Nach dessen aufmunternden Worten folgte noch eine feurige Ansprache des Sportdirektors Arne Friedrich. Berlins Berufsfußballer und ihr Begleittross halten auch nach zweiwöchiger Isolation zusammen – das sollte als Schlussbild aus der Mainzer Arena am Europakreisel in der Abendsonne haften bleiben.

Svensson nicht zufrieden

Zwei Wochen hatten die Herthaner wegen zu vieler Coronafälle auf behördliche Anordnung in Quarantäne verbracht, mussten auf Yoga-Matten in der eigenen Wohnung statt auf dem Rasen am Olympiastadion üben, Pedalen von Fitnessrädern statt Fußbälle treten. Der tadellose Torhüter Alexander Schwolow erzählte noch, dass er auf seinem geräumigen Balkon sogar versucht habe, irgendwie das Gefühl für den Ball zu bewahren – vielleicht war der Keeper nicht zufällig bester Spieler auf dem Platz. „Nach einigen Anlaufschwierigkeiten war das ein hart erarbeiteter Punkt“, befand Dardai, „ich bin stolz auf meine Jungs.“

Das 1:1 nach der Führung durch Lucas Tousart (36.) und einem Mainzer Traumtor von Phillipp Mwene (40.) entsprach am Ende den Kräfteverhältnissen. Während die Berliner sich nun auf die Herausforderungen daheim gegen den SC Freiburg (Donnerstag 18.30 Uhr) und gegen Arminia Bielefeld (Sonntag 18 Uhr) einstellen und bis Saisonende noch fünf Partien bestreiten, treten die Mainzer bei Eintracht Frankfurt (Sonntag 15.30 Uhr) an, spielen dann noch gegen die Champions-League-Anwärter Borussia Dortmund und VfL Wolfsburg. Klar, dass Trainer Bo Svensson eingedenk eines solchen Programms keine Selbstzufriedenheit erkennen ließ: „Wir müssen uns gegen diese Topgegner besser präsentieren.“ Dem Dänen hatte speziell die Vorstellung in Halbzeit zwei nicht gefallen: „Wir haben zu viel quer und zu verhalten gespielt.“ Das Unentschieden empfand der Fußballlehrer nach einem aus seiner Sicht eher durchwachsenen Heimauftritt als „verdient, wir haben keine disziplinierte Leistung gezeigt.“

Dabei hatte die Anfangsphase gegen unsortierte Berliner noch gut ausgesehen, als Jean-Paul Boetius aus Nahdistanz verpasste (8.) und an die Latte zielte (9.). Bald darauf scheiterte Adam Szalai freistehend am reaktionsstarken Schwolow (20.). „Ärgerlich, dass wir die Chancen nicht reinmachen, aber auch zweite Halbzeit war von uns nicht fehlerfrei“, gab der ungarische Mittelstürmer zu. So kam, was kommen musste: Als der Berliner Trainersohn Marton Dardai einen Freistoß mit viel Schnitt ins Zentrum zirkelte, bugsierte Tousart den Ball entschlossen über die Linie.

Mainz reagierte prompt: Linksverteidiger Mwene schlenzte die Kugel mit rechts ebenso sehenswert wie gekonnt zum 1:1 unhaltbar in den Winkel. „Wir hatten uns vorgenommen, den Sieg zu holen, aber wir nehmen auch das achte ungeschlagene Spiel mit“, sagte der 27-jährige Österreicher nach seinem ersten Saisontreffer. Sein Sonntagsschuss am Montagabend gab den Nullfünfern allerdings für den zweiten Durchgang nicht wirklich Auftrieb. Die allerbeste Chance der gesamten Begegnung vergab für die Hertha der eingewechselte Krzysztof Piatek, der auch Nahdistanz verstolperte (82.). Der polnische Torjäger war der einzige Berliner, der am Ende enttäuscht in die Knie sackte. Den Mainzern dürfte die Slapstick-Szene recht sein. Auch für sie könnte dieser eine Zähler in der Endabrechnung noch Gold wert sein.

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