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Entlassung von Pal Dardai

Trainerwechsel bei Hertha BSC: Korkut ist ab sofort Bobics Kandidat

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Hertha Berlin wirft Trainer Pal Dardai raus. Für ihn holt Geschäftsführer Fredi Bobic überraschend seinen Spezi Tayfun Korkut. Kann das gutgehen? Ein Kommentar.

Berlin - Vermutlich hat es Pal Dardai ja schon geahnt. Stets beteuerte der treue Ungar in Diensten von Hertha BSC, dass alles in Ordnung sei, so lange er nur gut schlafe. Doch in der Nacht zu Sonntag – nach dem Last-Minute-Ausgleich zum unbefriedigenden 1:1 gegen den FC Augsburg – ereignete sich Ungewöhnliches: Der Fußballlehrer lag von drei Uhr nachts wach.

Die erste Schlafstörung war letztlich ein untrügliches Zeichen: So viel ist in Unordnung geraten, dass Geschäftsführer Fredi Bobic die Reißleine zog. Dardai ist seinen Job los, Tayfun Korkut übernimmt. Für den einen Trainer ist diese Entwicklung eine Erlösung, für den anderen eine Chance.

Hertha BSC feuert Pal Dardai - Fredi Bobic holt Tayfun Korkut

Korkut und Bobic haben beide ihre fußballerisch Prägung oben in Stuttgart-Degerloch bei den Kickers erfahren. Der Dardai-Nachfolger taucht etwas überraschend nun wieder auf der Bundesliga-Trainerbank auf, denn wirklich erfolgreich über einen längeren Zeitraum war der 47-Jährige nicht. Er startete 2014 ordentlich bei Hannover 96, legte eine fulminante Halbserie 2018 beim VfB Stuttgart hin, aber eine langfristige Entwicklung war hier wie dort nicht zu erkennen. Es ist auf jeden Fall ein Wagnis, das Bobic mit seinem schwäbischen Vertrauten eingeht, der 43 Länderspiele für die Türkei bestritt. Es ist nur eine Petitesse, aber gleich zum Start geht es für Korkut am Sonntag in Stuttgart los, beim VfB.

Soll Hertha stabilisieren: Tayfun Korkut.

Bobic hat anders als 2016 bei Eintracht Frankfurt bislang erkennbar Mühe, die ersten Hauptstadt-Pflöcke einzuschlagen. Die Transferpolitik ist noch nicht abschließend zu bewerten, litt unter den Corona-Folgen. Aber ehemalige Hertha-Spieler wie Ondrej Duda, Arne Maier oder Dodi Lukebakio, haben sich anderswo besser entwickelt, während das renovierte Berliner Team ähnlich verunsichert wie im Vorjahr auftritt. Für den früheren Nationalstürmer muss es eine Qual sein, die ideenlosen Vorträge im Olympiastadion zu erleben, in das sich am Samstag gerade 14 523 Fans begaben.

Das viele Geld, das der zwielichtige Investor Lars Windhorst in den Klub gepumpt hat, ist zu großen Teil schon verbrannt. Die Alte Dame macht einen zerrupften Eindruck, die Imagewerte sind schlecht – Lokalrivale Union steht in allen relevanten Bereichen besser da. So kann der Trainerwechsel nur eine Maßnahme sein, mit dem Baumeister Bobic die Besserung einleitet. Viele weitere Schritte werden noch folgen müssen, sonst bekommt auch der gute Ruf des Managers noch Schrammen ab. Denn Korkut ist ab sofort sein Kandidat. (Frank Hellmann)

Rubriklistenbild: © AFP

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