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Hatte keine leichte Zeit: Heinz Lindner.

SV Wehen Wiesbaden

Heinz im Glück

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Zweitligist SV Wehen-Wiesbaden verpflichtet den arbeitslosen Ex-Frankfurter Heinz Lindner für das Tor.

Heinz Lindner hatte bei Eintracht Frankfurt nun wirklich keine leichte Zeit. Der Torhüter, 2015 für fast zwei Millionen Euro von Wien an den Main gewechselt, durfte sich zwar in der Vorbereitung beim Bundesligisten beweisen, als dann aber der Ernstfall in der deutschen Eliteklasse anstand, war er plötzlich raus. Lukas Hradecky, erst Anfang August verpflichtet, hütete sofort am ersten Spieltag den Kasten – und Lindner musste zuschauen. Der Österreicher war bei den Frankfurtern die klare Nummer zwei. Immer loyal, immer freundlich, auch kein ganz schlechter Keeper, aber eben lange nicht so gut wie Hradecky. Also kam Lindner nur auf zwei magere Einsätze in zwei Jahren.

Der 28-fache Nationalspieler wechselte später nach Zürich, und dort, für Grashoppers, avancierte er zur Stammkraft. Vergangene Runde stand er nur einmal wegen einer Krankheit nicht zwischen den Pfosten, trotzdem aber wurde sein Vertrag im Sommer nicht verlängert, Lindner war arbeitslos, bis Mittwoch. Dann schlug Zweitligist SV Wehen Wiesbaden zu und stattete den 29-Jährigen mit einem Einjahreskontrakt aus. „Ich hatte im Sommer keine leichte Zeit, umso mehr freue ich mich auf die neue Aufgabe“, sagt Lindner.

Der Start in diese Aufgabe wird freilich ein schwieriger, heute Abend (18.30 Uhr) tritt der SV Wehen beim VfB Stuttgart an und will dort an den 2:0-Heimsieg der Vorwoche gegen Osnabrück anknüpfen. „Ich will versuchen, der Mannschaft und dem Verein zu helfen, indem ich mich voll einbringe“, sagt Lindner, der geholt wurde, weil sich der junge Jan-Christoph Bartels einen Sehnenriss zugezogen hatte.

Zudem waren sie beim SV Wehen mit Lukas Watkowiak nicht zufrieden, der in den ersten sieben Saisonspielen nicht immer gut ausgesehen hatte. „Heinz soll der Mannschaft mit seiner Ausstrahlung und Erfahrung in der Defensive Stabilität geben und auch die Qualität noch mal nach oben heben“, erwartet Sportdirektor Christian Hock.

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