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Zurück auf Los: Cristiano Ronaldo.
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Zurück auf Los: Cristiano Ronaldo.

Heimkehr des verlorenen Sohnes

  • VonHendrik Buchheister
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Acht Jahre nach dem letzten Titel will Manchester United mit Ronaldo wieder Meister werden. Stadtrivale City guckt in die Röhre.

Zu den Verlierern der spektakulären Rückkehr von Cristiano Ronaldo zu Manchester United gehören die Verantwortlichen der englischen Bezahlsender Sky Sports und BT Sport. Anders als in der Bundesliga werden auf der Insel nur ausgewählte Spiele live übertragen. Als die Stationen kürzlich festgelegt haben, welche Partien sie in den ersten Wochen der Saison zeigen, entschieden sie sich am Samstag nach der Länderspiel-Pause (11. September) für Crystal Palace gegen Tottenham und Chelsea gegen Aston Villa. Das Heimspiel von Manchester United gegen Newcastle United wurde nicht für attraktiv genug befunden. Es findet unter Ausschluss der britischen TV-Öffentlichkeit statt. Bilder der Partie werden auf der Insel erst später am Abend beim Sportschau-Äquivalent „Match of the Day“ zu sehen sein.

Man kann sich ausmalen, wie die Sender-Verantwortlichen jetzt panisch mit der Premier League verhandeln, um doch noch Live-Zugriff auf die Partie zu erhalten, denn es dürfte das Spiel sein, bei dem Ronaldo sein Comeback für Manchester United gibt. Der Portugiese war einst im Old Trafford zum Weltstar aufgestiegen. Von 2003 bis 2009 hatte er für Manchester United gespielt, in dieser Zeit 118 Tore geschossen, drei Mal die englische Meisterschaft und den ersten seiner fünf Champions-League-Titel gewonnen.

Zwölf Jahre nach seinem Weggang vom englischen Rekordmeister für die damalige Weltrekordsumme von 94 Millionen Euro zu Real Madrid heuert er im Alter von mittlerweile 36 Jahren noch einmal bei United an. Er wechselt für etwas mehr als 20 Millionen Euro von Juventus Turin in den Nordwesten Englands und soll einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschreiben, der ihm wöchentlich rund 450 000 Euro garantiert.

Die Verpflichtung des fünfmaligen Weltfußballers ist ein bemerkenswerter Triumph für Manchester United, auch über den örtlichen Rivalen Manchester City. Die Himmelblauen haben die Roten Teufel abgehängt dank der großzügigen Investitionen von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan aus Abu Dhabi. United wurde 2013 zum bisher letzten Mal Meister, in den finalen Saison von Trainer-Ikone Sir Alex Ferguson. City holte seitdem viermal den Premier-League-Titel, zuletzt in der abgelaufenen Spielzeit. Es galt schon als ausgemacht, dass sich Ronaldo dem Team von Trainer Pep Guardiola anschließt. Für die Klub-Eigner wäre das ein gelungener Konter in einer geopolitischen Fehde gewesen, nachdem sich das aus Katar kontrollierte Paris Saint-Germain die Dienste Lionel Messis gesichert hatte.

Vaterfigur Ferguson

Allerdings ließ sich Manchester City bei Ronaldo offenbar zu viel Zeit und ermöglichte es United, das Geschäft zu durchkreuzen. Ex-Trainer Ferguson, für den Portugiesen immer noch eine Vaterfigur, und einstige Profis wie Rio Ferdinand sollen sich bei Ronaldo für United stark gemacht haben. Die Verpflichtung des fünfmaligen Weltfußballers wird im Old Trafford als romantische Erzählung von der Heimkehr des verlorenen Sohns gefeiert.

Ronaldos Verpflichtung widerspricht der von United propagierten Strategie, mit jungen Spielern ein Team für die Zukunft zu bauen. Doch bei dem Klub setzte sich die Auffassung durch, dass man, wenn Ronaldo zu bekommen ist, ihn auch holen sollte. Es bestehen wenig Zweifel, dass er umgehend zum Schlüsselspieler werden wird. Außerdem hofft der Klub, dass er junge Profis wie Marcus Rashford oder Mason Greenwood in ihrer Entwicklung voranbringt. Der Ronaldo-Transfer ist ein Statement. Acht Jahre nach der bisher letzten Meisterschaft will Manchester United endlich wieder um Titel mitspielen.

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