Leverkusen

Ein Hauch von Spitzenspiel in Düsseldorf

Bei seinem 495. Bundesligaspiel als Trainer empfängt Friedhelm Funkel die starken Leverkusener.

Friedhelm Funkel ist längst ein Dauerbrenner auf der Trainerbank und absolviert am Samstag sein 495. Spiel als Chefcoach in der Fußball-Bundesliga. Sein Kollege bei Bayer Leverkusen, Peter Bosz, bekam nun eine Verlängerung seines bis Saisonende laufenden Vertrags in Aussicht gestellt. „Das Ziel ist natürlich, dass der Trainer noch länger bei uns bleibt“, hatte Sportdirektor Simon Rolfes gesagt und die Richtung deutlich vorgeben. Beide Seiten seien „sehr zufrieden“.

Am Samstag (15.30 Uhr) treffen die beiden Trainer, die mit Siegen in die neue Saison gestartet waren, im rheinischen Derby aufeinander. Bosz sprach deshalb am Freitag von einem „Hauch von Spitzenspiel“. Es sei zwar noch sehr früh in der Saison, „aber mit einem Sieg können wir einen großen Schritt machen, uns vorne einzunisten“, so der Niederländer, der laut eigener Auskunft „gerne Gespräche über eine Vertragsverlängerung“ aufnehmen werde.

Der Fortuna-Trainer blickte derweil auf die Anzahl seiner bisherigen Partien im Oberhaus. „Dass ich am Samstag mein 495. Bundesligaspiel mache, ist schon toll. Das hätte ich nie erwartet und macht mich ein bisschen stolz“, betonte Funkel, der mit Felix Magath in Bezug auf die Spiele gleichzieht. Am vergangenen Samstag hatte das Funkel-Team zum Auftakt ein überraschendes 3:1 bei Werder Bremen gefeiert.

Routinier Funkel weiß allerdings, dass es am Samstag gegen die Werkself schwer für seine Schützlinge wird. „Wenn es uns gelingt, die richtige Mischung zwischen Kompaktheit und Offensive zu finden, dann haben wir auch gegen Leverkusen eine Chance“, sagte er aber. Funkel will dabei Bayer-Jungstar Kai Havertz, 20, im „Kollektiv stoppen“. Einer alleine werde das nicht schaffen. „Havertz war bereits im letzten Jahr herausragend“, so Funkel.

Dass er nach der Überraschungssaison 2018/19 weitergemacht hat, war für ihn selber klar. „Freunde haben mir geraten, nach dem Erfolg in der vergangenen Saison aufzuhören. Aber das kann ich nicht. Ich habe nach wie vor viel Spaß an meinem Job und fahre jeden Morgen mit einem Lächeln zum Training“, berichtete Funkel, der trotz der Abgänge seiner Torjäger Dodi Lukebakio und Benito Raman (je 10 Tore) einmal mehr zuversichtlich die Mission Klassenerhalt angeht.

„Es wird schwer, die gute Platzierung der vergangenen Saison zu wiederholen, aber ausschließen will ich das auch nicht. Rang 15 ist unser Ziel“, sagte der passionierte Tennisspieler, für den Fortuna „auf jeden Fall meine letzte Trainerstation ist“. Das Geheimnis seines Erfolges fasst Funkel in nur wenigen Worten zusammen: „Normalität und Vertrauen.“ (sid)

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