FSV Frankfurt

Hatz am Hang

  • vonMarkus Katzenbach
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Die Bornheimer spüren bereits den Terminstress der Fußball-Regionalliga / Am Samstag im Hessenduell gegen Gießen

Noch geht es. „Die Spieler können körperlich alles reinwerfen“, meint Thomas Brendel. Noch jedenfalls, da die ungewohnte Terminhatz für seinen FSV Frankfurt in den ersten Wochen der Mammutrunde in der Regionalliga Südwest dem nächsten Programmpunkt entgegengeht: An diesem Samstag um 14 Uhr empfangen Brendel und Co. daheim am Bornheimer Hang den FC Gießen zum Hessenduell – und gleichzeitig zur dritten von sieben Partien für den Fußballsportverein aus dem Frankfurter Osten binnen 22 Tagen.

„Das ist schon kräftezehrend“, sagt FSV-Cheftrainer Brendel, „und besser wird es ja nicht“. Wie der Viertligist diesen Rhythmus verkraftet, bleibt abzuwarten. Mit den ersten beiden Auftritten indes aber konnte Brendel zufrieden sein, zumindest von der eigenen Leistung her. Beim 2:1 gegen Bayern Alzenau am vergangenen Samstag sowieso – und bei allem Frust über die knapp verpasste Überraschung auch über die Darbietung beim Aufstiegsanwärter SSV Ulm 1846, wo man am Mittwochabend lange die bessere Mannschaft war, am Ende aber doch mit 1:3 verlor.

„Sind vielleicht geschwächt“

„Wir sollten das Positive mitnehmen“, findet Brendel, „unsere Spielweise macht Mut für das Gießen-Spiel“. Unterschätzen wird man die Gäste aus Mittelhessen dabei nicht. Das 0:1 am Bornheimer Hang, das letzte Spiel vor dem coronabedingten Abbruch der vergangenen Saison, ist Warnung genug. „Das ist ein unangenehmer Gegner. Ich sehe uns schon auf Augenhöhe“, sagt Brendel, indes: „Wenn wir unsere Leistung abrufen, mache ich mir keine Sorgen.“ Zumal den Gießenern mit Jure Colak, Milad Salem und Aykut Özturk nicht ganz unwichtige Kräfte fehlen. „Da sind sie vielleicht schon ein bisschen geschwächt“, meint der Trainer und Sportliche Leiter des FSV, weiß aber auch: „Es werden schon genug andere auf dem Platz sehen, die uns wehtun wollen. Da müssen wir dagegenhalten.“

Er selbst muss auf Leonhard von Schroetter, Timo Kunert, Adrian Schulze-Soriano und Andu Kelati verzichten. Kenan Mujezinovic sitzt dafür wieder auf der Bank, seit drei, vier Tagen ist der Schlussmann nach seiner Bänderverletzung wieder im Training. Zwischen den Pfosten bleibt aber vorerst Daniel Endres. „Das hat gut funktioniert“, sagt Brendel. Und ob Jake Hirst, der in Ulm wegen einer gereizte Fußsehne geschonte Mittelstürmer, gegen seinen alten Verein wieder mitmachen kann, entscheidet sich kurzfristig: „Er hat noch Schmerzen. Das müssen wir vor dem Spiel testen.“ Helfen könnte ein treffsicherer Angreifer. „Wir müssen hinten sicher stehen und vor allem im letzten Drittel unsere individuelle Qualität ausspielen. Wir werden Chancen bekommen, die müssen wir nutzen“, meint Brendel und nimmt angesichts von Terminstress und Kräfteverschleiß noch eine allgemeine Forderung hinzu: „Wir müssen uns da durchbeißen.“

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