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Stürmerin Pernille Harder.

Fußball

Harder wünscht sich Coming-Outs im Männerfußball

Sie verstehe aber „das Zögern. Denn der Männerfußball kultiviert immer noch längst überholte Vorstellungen von Maskulinität, und die Resonanz wäre sicher eine ganz andere als bei den Frauen.“

Stürmerin Pernille Harder vom Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hofft, dass sich bei den Männern zukünftig Spieler als homosexuell outen. „Auch bei den Männern wünsche ich mir, dass ein aktiver Spieler den Mut aufbringt, sich zu seiner Homosexualität zu bekennen, denn es gibt diese Spieler ganz sicher“, sagte die dänische Nationalspielern im Interview mit dem Frauen-Fußball-Magazin ELFEN.

Europas Fußballerin des Jahres von 2018 selbst führt eine Beziehung mit der schwedischen Nationalspielerin Magdalena Eriksson, die beim englischen Erstligisten FC Chelsea unter Vertrag steht. „Mir ist es wichtig, dass alle Menschen dazu stehen können, in wen sie sich verlieben, ohne darüber nachdenken zu müssen“, sagte Harder.

Trotzdem verstehe sie „das Zögern. Denn der Männerfußball kultiviert immer noch längst überholte Vorstellungen von Maskulinität, und die Resonanz wäre sicher eine ganz andere als bei den Frauen.“

Mit dem VfL Wolfsburg steht die 27-Jährige zurzeit auf dem ersten Platz der Bundesliga. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte am Montag bekannt gegeben, dass die aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochene Saison am 29. Mai fortgesetzt werden soll. Mit dem VfL ist Harder seit ihrer Verpflichtung 2017 dreimal Meister geworden. (sid)

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