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Hansi Flick macht Krebserkrankung seiner Frau öffentlich: „Angst, wie ich sie nie zuvor gespürt hatte“

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Von: Momir Takac, Antonio José Riether

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Bundestrainer Hansi Flick gilt als besonnener und demütiger Mensch, was nicht immer so war. Durch die Krebserkrankung seiner Frau Silke veränderte auch er sich, wie er kürzlich verriet.

Bammental - Seit August 2021 ist Hansi Flick neuer Bundestrainer, seit Jahren reitet der 57-Jährige auf einer Erfolgswelle. Besonders seine kurze, aber extrem erfolgreiche Zeit beim FC Bayern zeigte, was in ihm steckt. Von November 2019 bis Sommer 2020 holte er in seiner ersten Station als Cheftrainer eines Profiklubs sechs Titel, darunter die Champions League. Auch beim DFB blickt er bislang auf gute Ergebnisse zurück.

Hansi Flick verarbeitet Schicksalsschlag in Buch: Bundestrainer macht Krebsdiagnose seiner Frau Silke öffentlich

Auch neben dem Platz läuft es bei Flick, der als Assistent von Jogi Löw 2014 Weltmeister wurde. Mit seiner Frau Silke ist er seit 1987 verheiratet, das Ehepaar hat zwei erwachsene Töchter. Bis auf die Aussage Flicks, dass seine Gattin seine wichtigste Ratgeberin sei, ist über das Privatleben des Übungsleiters jedoch nichts bekannt. Kürzlich ging er jedoch etwas überraschend mit einem emotionalen Thema in die Öffentlichkeit.

Der Bundestrainer Hansi Flick und seine Ehefrau Silke im Jahr 2014.
Der Bundestrainer Hansi Flick und seine Ehefrau Silke im Jahr 2014. © Sven Simon/imago

Im Rahmen seines Buchs „Im Moment – Über Erfolg, die Schönheit des Spiels und was im Leben wirklich zählt“ gab er gegenüber der Bild eine erste Kostprobe. Und die hatte es in sich. Flick berichtet darin über einen durchaus intimen familiären Schicksalsschlag, der bis dato nicht öffentlich wurde: die Krebserkrankung seiner Frau vor zwölf Jahren.

Hansi Flick spricht über privaten Schicksalsschlag: DFB gab ihm „einmaligen Rückhalt“

Nach der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, bei der Deutschland den dritten Platz holte, sei bei „Silke Brustkrebs diagnostiziert“ worden, schreibt der Bundestrainer in seinem Buch, das ab 18. September im Handel erhältlich sein wird. „Ich hatte Angst, wie ich sie noch nie zuvor gespürt hatte. Für sie und die Kinder da zu sein, stand noch mehr als sonst im Vordergrund“, wird Flick in den jüngst veröffentlichten Auszügen zitiert.

Flick, der auch damals schon Co-Trainer der Nationalelf war, habe während dieser Phase vom Verband „einmaligen Rückhalt erhalten“, zudem wurde ihm die Gelegenheit gegeben, sich „eine gewisse Zeit zurückziehen“. Bis heute bewundert er seine Frau, „mit welcher Stärke und inneren Ruhe sie die schwierige Situation meisterte.“

Flick spricht über Krebserkrankung seiner Frau: „Ich lag abends deutlich häufiger mit Tränen in den Augen im Bett“

Der ehemalige Bayern-Coach wählt emotionale Worte, um seine Gefühle während der schweren Zeit in Worte zu fassen. „Ich lag abends deutlich häufiger mit Tränen in den Augen im Bett, als es bei ihr der Fall war“, gesteht der Bundestrainer. Dieser Lebensabschnitt habe ihm „Demut und Dankbarkeit gelehrt“. Es verändere etwas in einem, wenn man die eigene Vergänglichkeit und den Tod gespiegelt bekommt, so Flick in seinem Buch.

Zwischenmenschliche Begegnungen und Beziehungen sehe er seit diesem Schicksalsschlag „nie als selbstverständlich gegeben an“. Auch Niederlagen auf dem Fußballplatz fasse er inzwischen anders auf. „Es gibt Dinge, die größer und wichtiger sind als Fußball.“ (mt/ajr)

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