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Hansi Flick lobt Eintracht Frankfurt

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Von: Jan Christian Müller

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Mit Schwung in den Länderspiel-Sommer: Bundestrainer Hansi Flick.
Mit Schwung in den Länderspiel-Sommer: Bundestrainer Hansi Flick. © dpa

Bundestrainer nominiert Kader für Spiele gegen Italien, England und Ungarn und setzt auf neue Blockbildung von Bayern München und Borussia Dortmund.

Noch ehe Hansi Flick in einer digitalen Medienrunde am Donnerstag seinen Kader für die bevorstehenden schweren Spiele der Nationalmannschaft in der Nations League gegen Italien, England und Ungarn bekanntgab, war es dem Bundestrainer ein dringendes Anliegen, Eintracht Frankfurt zu beglückwünschen. Für eine „herausragende Leistung“ in Sevilla und dafür, dass die Eintracht diesen Teufelskerl Kevin Trapp als letzte Instanz im Tor stehen hat.

Flick hat sich das Finale der Europa League daheim in Bammental angeschaut, er war beeindruckt. Und er ist hocherfreut darüber, „dass wir jetzt fünf Mannschaften in der Champions League dabeihaben“. Zudem habe Trapp „sensationell gehalten“, der Keeper habe schon davor „die richtige Entwicklung“ genommen. Noch im vergangenen Sommer nach seiner Amtsübernahme hatte Flick den Frankfurter Torwart gar nicht berücksichtigt, André ter Stegen und Bernd Leno waren in der Hierarchie vorbeigezogen. Jetzt ist Trapp die Nummer zwei.

Im aktuellen DFB-Kader, der nächsten Montag mit Kind und Kegel zum Trainieren und Regenerieren nach Marbella düsen wird, fehlen ter Stegen und Leno. Der eine, weil er um eine Pause gebeten hat, der andere, weil er beim FC Arsenal nur noch Ersatzmann ist. Als dritten Torwart hinter Manuel Neuer und Trapp nominierte Flick den Hoffenheimer Oliver Baumann.

Nicht ins Aufgebot schafften es die zuletzt formschwachen Mönchengladbacher Matthias Ginter (künftig SC Freiburg) und Florian Neuhaus sowie Robin Goosens (bei Inter Mailand keine Stammkraft) - im Gegensatz zum Dortmunder Julian Brandt nach dessen recht ordentlicher Rückrunde. Flick setzt auf Blöcke aus München (sieben Spieler) und Dortmund (fünf). Er begrüße die Dortmunder Transferoffensive „absolut“: Vom BVB sind neben Brandt und Marco Reus auch die Neuzugänge Niklas Süle, Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi dabei (nicht aber Emre Can), die Bayern stellen neben Neuer auch Serge Gnabry, Leon Goretzka, Joshua Kimmich, den von Flick mit Sonderlob bedachten Jamal Musiala, Thomas Müller und Leroy Sané.

Kimmich bleibt zentral

Der Bundestrainer stellte klar, dass er Kimmich weiterhin auf der Position im zentralen defensiven Mittelfeld sieht. Zuletzt hatte es Debatten darum gegeben, ob der Bayern-Profi dort ausreichend wehrhaft seine Arbeit verrichtet. Oder ob dort ein körperlich anderer Typ gebraucht wird. Einer wie der mehr als 1,90 Meter große Mainzer Anton Stach, der es wieder in den Kader schaffte. Ebenso wie der Wolfsburger Mittelstürmer Lukas Nmecha.

Den 23-Jährigen zieht Flick dem elf Jahre älteren Zweitliga-Torschützenkönig Simon Terodde vor. „Wir werden sehen, ob Terodde nach dem Aufstieg mit Schalke auch in der ersten Liga viele Tore macht“, so der Bundestrainer, „wenn er das tut, sind alle Türen und Tore offen.“

Das vorgelagerte Camp im spanischen Marbella bezeichnet bedingt notwendig, „weil es nicht seriös und professionell wäre, wenn wir die Spieler nach zweiwöchiger Pause in Herzogenaurach versammeln und dann bald direkt nach Bologna fahren würden“. In Franken trifft sich der DFB-Tross, der noch keinen Nachfolger für Pressesprecher Jens Grittner gefunden hat, am 30. Mai. Das erste Spiel der Nations League findet am 4. Juni in Italien statt, es folgt am 7. Juni in München die Partie gegen England, „Wir haben die Weltspitze im Blick“, sagt Flick, „nach den Spielen gegen Topteams Europas wissen wir, wie weit wird sind.“

Sonderlob vom Bundestrainer: Kevin Trapp bei seinem abgewehrten Elfmeter gegen die Glasgow Rangers.
Sonderlob vom Bundestrainer: Kevin Trapp bei seinem abgewehrten Elfmeter gegen die Glasgow Rangers. © AFP

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