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Ruht in sich selbst: Hans Flick in Armenien.
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Ruht in sich selbst: Hans Flick in Armenien.

Fußball-Bundestrainer

Hansi Flick: Das simple Erfolgsrezept des neuen DFB-Bundestrainers

  • Jakob Böllhoff
    VonJakob Böllhoff
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Sei nett, sei nahbar, sei Mensch. Sei Hansi Flick und nicht Jogi Löw. So einfach ist es manchmal. Ein Kommentar.

Frankfurt - Von den vielen wichtigen Fragen, um die der Sport und damit auch die beliebte Sportart Fußball jeden Tag kreist, bis einem schwindelig wird, ist eine bislang ignoriert worden: Was, bitteschön, muss eigentlich ein Trainergesicht können?

Muss es knautschbar sein wie das von Jürgen Klopp, um, angeführt von einer blendenden Zahnreihe, jede Emotion des Spiels angemessen repräsentieren zu können? Expressiv vielleicht wie das Gesicht von Thomas Tuchel, der, scheinbar mit dem Wahnsinn im Bunde, immer guckt, als begleite er das Geschehen vor seinem inneren Auge mit einer nur ihm bekannten Formelsammlung? Muss ein Trainergesicht gar über eine linke Augenbraue verfügen, die sich bis in den Haaransatz hochziehen lässt wie bei Carlo Ancelotti? Oder reicht es womöglich, wenn das Gesicht hin und wieder losbrüllt und ansonsten kontinuierlich Kaugummi kaut, über Jahrzehnte zu begutachten beim rotbäckigen Schotten Sir Alex Ferguson?

Hansi Flick: DFB-Trainer hat seit Jahren Erfolg

Okay, der Erfolg hat viele Gesichter. Er unterscheidet sich da nicht vom Misserfolg. Aber wenn uns die vergangenen 24 Monate etwas gelehrt haben, in denen der DFB-Trainer Hansi Flick den Schattenstatus des ewigen Assistenten verließ, um in die elaborierte Welt der Spitzentrainer aufzusteigen, dann doch: dass das Besondere manchmal im Gewöhnlichen liegt. Wer braucht schon mehrere Gesichtsausdrücke, wenn eine einzige, unbewegte Miene genügt, um innerhalb weniger Monate zu einem der erfolgreichsten Bayerntrainer der Geschichte zu werden und bald darauf Bundestrainer. Wer braucht schon eine geschliffene Rhetorik, wenn er auch mit ein paar Ähs und Öhs die sowieso immergleichen Journalistenfragen übersteht.

Der alte Nationalspieler Per Mertesacker, der den Co-Trainer Flick jahrelang bei der deutschen Mannschaft erlebte, hat das Geheimnis des Erfolgstrainers einmal so beschrieben: „Er ist sehr bescheiden, sehr menschlich, hat eine hohe Sozialkompetenz. Er hat ein echtes Interesse an dir als Person, und er hat keine Angst, seine eigene Verletzlichkeit zu zeigen. Das ist ansteckend.“

Und so hat der Typ Hansi Flick, der drauf und dran ist, die Nationalmannschaft nach lähmenden Jahren unter Jogi Löw wieder zu einer freudvollen Angelegenheit zu machen, das Zeug zur Lebensweisheit in einer vom Individualismus gebeutelten Welt: Sei nett, sei nahbar, sei Mensch. Sei Hansi. (Jakob Böllhoff)

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