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Hamburger SV: „Uns Uwe“ hofft

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Von: Jan Christian Müller

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Wollen auch in der Relegation weiterjubeln: die Hamburger Fußballer.
Wollen auch in der Relegation weiterjubeln: die Hamburger Fußballer. © dpa

Der Hamburger SV geht mit dem Rückenwind von fünf Zweitligasiegen nacheinander in die Relegation gegen Hertha BSC.

In den vergangenen Jahren des Darbens seines Herzensvereins haben die Medien immer gerne bei Klubikone Uwe Seeler angerufen, um vom einstigen Mittelstürmer Worte des Mitleidens zu erfahren. Umso angenehmer, dass „Uns Uwe“ in diesen Tagen mal was Schönes zu seinem Hamburger SV sagen darf, dem es doch tatsächlich gelungen ist, am Sonntag beim 3:2-Sieg in Rostock in den letzten 15 Minuten der Saison noch die Relegation zu erreichen.

Also wurde Seeler, 85, am Montagmorgen in aller Früh vom Sportinformationsdienst kontaktiert und erfüllte seine Rolle als Hoffnungsträger prompt und präzise: „Wenn die Mannschaft kämpft wie zuletzt und auch den Ehrgeiz zeigt, kann sie es schaffen. Ich hatte zwar schon nicht mehr damit gerechnet, doch jetzt wünsche ich mir und hoffe, dass es gelingt. Es wird allerhöchste Zeit nach so vielen Jahren.“

Vier Jahre, um genau zu sein. Die Relegationsspiele finden am Donnerstag bei Hertha BSC im Berliner Olympiastadion und am Montag darauf im Hamburger Volksparkstadion statt (beide 20.30/Sky und Sat.1). HSV-Trainer Tim Walter ist voll des Lobes. Es sei „grandios, was meine Mannschaft bisher abgeliefert hat“, bekundete der Coach nach getaner Arbeit gegen wehrhafte Rostocker. Walter erkennt eine „unfassbare Bereitschaft, die Dinge zu rocken“.

In die Relegation gehen die Hanseaten nun mit dem Rückenwind von fünf Siegen in Folge in Liga zwei, die Stimmung im Backoffice scheint allerdings nach wie vor angespannt. Sportvorstand Jonas Boldt ließ das am Sonntagabend im Sky-Interview durchblicken. Eine Debatte in der Klubführung über Trainer Walter sei aus seiner Sicht „völlig uninteressant“. Denn: „Es gibt nur einen, der für den Sport zuständig ist: Und das bin ich!“ Er sei lange genug dabei, um Dinge einschätzen zu können, „besonders, wenn man über die Praxis spricht und nicht über die Theorie“.

Damit wäre das zumindest vorerst geklärt. Uwe Seeler wäre übrigens nicht Uwe Seeler, wenn er nicht auch noch ein paar Bedenken geäußert hätte vor dem Clash mit jenem Trainer, der den HSV 1983 zum Europapokalsieg schoss und nun auf Rettungsmission bei der Hertha ist. „Felix Magath wird sich etwas einfallen lassen, er kennt den HSV ja ein bisschen.“

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