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Der sitzt: Sebastien Haller liegt erfolgreich in der Luft.

Premier League

Ex-Eintracht-Spieler Sébastien Haller verzaubert West Ham

Der früherer Eintracht-Spieler Sébastien Haller trifft in der Premier League mit einem Fallrückzieher zum 3:1 für West Ham. United-Fans fallen durch rassistische Pöbelei auf.

Der ehemalige Frankfurter Sébastien Haller war der Mann des Tages bei West Ham Uniteds 3:1-Erfolg beim FC Watford in der Premier League. Der Mittelstürmer sorgte mit zwei Toren für den ersten Dreier der Londoner der neuen Saison. Er traf dabei sogar spektakulär per Fallrückzieher zum Endstand.

Für Manchester United schoss Marcus Rashford (70.) bei der 1:2 (0:1)-Heimniederlage gegen Crystal Palace einen Strafstoß an den Innenpfosten, nachdem Paul Pogba erst in der Vorwoche einen Elfmeter vergeben hatte. United-Coach Ole Gunnar Solskjaer verurteilte rassistische Beleidigungen gegen Rashford, nachdem der 21-Jährige den Strafstoß vergeben hatte. „Das ist unerhört, und es muss aufhören“, sagte Solskjaer. „Mir fehlen die Worte, dass das so weitergeht. Wir haben all diese Kampagnen gegen Rassismus, und immer noch verstecken sich Leute hinter falschen Identitäten. Es ist verrückt, dass wir im Jahr 2019 über sowas reden.“

Zuvor hatte Manchester United rassistische Attacken in sozialen Medien gegen Paul Pogba auf Schärfste verurteilt. „Alle bei Manchester United sind angewidert von den rassistischen Beleidigungen gegen Paul Pogba“, hieß es in einer Klubmitteilung. „Die Individuen, die solche Ansichten geäußert haben, repräsentieren nicht die Werte unseres großartigen Vereins.“

Auch Pogba war beim Auswärtsspiel gegen die Wolverhampton Wanderers (1:1) am vergangenen Montag mit einem Strafstoß an Torhüter Rui Patricio gescheitert und daraufhin im Internet rassistisch beleidigt worden. Chelseas Profi Tammy Abraham und Reading-Profi Yakou Meite sollen im Internet ebenfalls Opfer rassistischer Attacken geworden sein. United kündigte an, die Verantwortlichen zu identifizieren und die härtesten Maßnahmen einzuleiten, die dem Verein möglich seien..

Nach dem Traumstart mit drei Siegen in drei Spielen feiern britische Medien das „unbarmherzige Liverpool“ („Telegraph“) und „tödliche Reds“ („Guardian“). Nach dem 3:1 (1:0) gegen den FC Arsenal musste sich Trainer Jürgen Klopp nur dafür rechtfertigen, dass sein Team in der Schlussphase einen Gang runtergeschaltet hatte. „Wir sind nicht Disneyland“, sagte Klopp, „wir müssen nicht in jeder Sekunde alle begeistern.“

Rund 80 Minuten lang hatte seine Mannschaft das Publikum in Anfield in Atem gehalten. „Es war eine Leistung voller Power, Energie, Gier und Leidenschaft“, schwärmte Klopp, „ich glaube, das braucht man gegen ein Team wie Arsenal.“ Der Ex-Schalker Joel Matip (41. Minute) erzielte die Führung. Mohamed Salah (49. Strafstoß/59.) machte per Doppelpack alles klar für den Champions-League-Sieger. Das Gegentor von Lucas Torreira (84.) war nicht mehr als ein Schönheitsfehler. Am kommenden Sonntag könnte Arsenal die Niederlage mit einem Heimsieg gegen den Erzrivalen Tottenham Hotspur vergessen machen. Ob Mesut Özil dann dabei ist?

Der deutsche Ex-Nationalspieler stand gegen Liverpool wieder nicht im Kader. Dabei hatte er nach dem versuchten Raubüberfall auf ihn auch die kurze Krankheit auskuriert und voll mit dem Team trainiert. „Dass er für eins der größten Arsenalspiele der Saison trotzdem nicht berücksichtigt wurde, ist ein Indiz dafür, wie gering sein Stellenwert geworden ist“, schrieb das Boulevardblatt „Mirror“. Die Spekulationen über Özil Zukunft wurden damit neu befeuert. Angeblich ist der 30-Jährige in den USA beim MLS-Club D.C. United im Gespräch. Nicht zum Kader gehörte auch Shkodran Mustafi, der verkauft werden soll. (FR/sid/dpa)

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