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TSG-Coach Julian Nagelsmann steht vor einer kniffeligen Aufgabe.

Champions League

Die Hände gebunden

Hoffenheim mit prekärer Personallage vor Königsklassen-Duell gegen Manchester City.

Ausgerechnet vor dem ersten Heimspiel in der Champions League gegen Manchester City muss sich die TSG 1899 Hoffenheim erstmal wieder aufrappeln. Nicht nur das 1:2 gegen RB Leipzig, sondern vor allem die vielen Ausfälle machen dem Bundesligisten aus dem Kraichgau mächtig zu schaffen. Trainer Julian Nagelsmann hat natürlich längst eine „grundsätzliche Idee“, wie er es gegen Starcoach Pep Guardiola angehen will an diesem Dienstag (18.55 Uhr/Sky). „Trotzdem wird es natürlich extrem schwer, gegen dieses Ensemble zu gewinnen“, sagte der 31-Jährige. Schließlich sei City eine der wenigen Mannschaften, „wo der Kaderwert auf über eine Milliarde hochgeht“.

Beide Teams stehen im zweiten Spiel bereits unter Zugzwang. Hoffenheim hatte zum Auftakt 2:2 bei Schachtjor Donezk gespielt, Gruppenfavorit City unterlag überraschend Olympique Lyon mit 1:2. Dabei muste Guardiola allerdings eine Sperre auf der Tribüne absitzen. Manchester und der frühere Bayern-Coach kommen mit den deutschen Nationalspielern Leroy Sané und Ilkay Gündogan, angeschlagen ist Stürmer Sergio Agüero.

„Da wird einiges abgehen, denke ich. Es ist eine Riesenmannschaft mit einem wahnsinnig guten Trainer. Ich glaube, dass es eines der interessantesten Spiele sein wird, seit die TSG Hoffenheim existiert“, prophezeite TSG-Angreifer Adam Szalai. „Pep Guardiola hat einen Plan und kommt nicht hierher, um Unentschieden zu spielen. Und wer Julian Nagelsmann kennt, der weiß, dass es ein taktisches Highlight für jeden Fan wird.“ Dem Hoffenheimer Trainer sind allerdings etwas die Hände gebunden, denn die personelle Lage ist prekär. Zwar soll Kapitän und Abwehrchef Kevin Vogt, der gegen Leipzig fehlte, wieder zurückkehren. Die Verletztenliste reicht aber weiter von Benjamin Hübner, Ermin Bicakcic, Havard Nordtveit und Kasim Adams in der Abwehr bis hin zu Nadiem Amiri, Dennis Geiger und Lukas Rupp im Mittelfeld.

„Wir wollen da alles rausholen. Volle 90 Minuten auf Attacke!“, kündigte Vincenzo Grifo an. Den Hoffenheimern war aber gegen Leipzig, dem fünften von sieben Spielen innerhalb von 22 Tagen, deutlich anzumerken, dass der Rhythmus mit internationalen Spielen den dezimierten Kader schlaucht. „Es ist keine leichte Aufgabe, alle drei Tage auf das Top-Niveau zu kommen“, erklärte Nagelsmann. „Wenn wir denn gewinnen sollten, was wir natürlich auch bei diesem Spiel versuchen, hätte das eine große Bedeutung.“ (dpa)

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