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Wartet auf ein Erfolgserlebnis: Schalke-Stürmer Guido Burgstaller.

1. FC Nürnberg - FC Schalke 04

Guido Burgstaller freut sich auf ein besonderes Spiel

Fürs Traditionsduell Nürnberg gegen Schalke gibt Guido Burgstaller die besondere Verbindung.

Die Verbundenheit der beiden Vereine ist allseits bekannt. Die Anhänger von Schalke 04 und des 1. FC Nürnberg verbindet eine lange und tiefe Fanfreundschaft. Im direkten Duell am Freitagabend beim Club (20.30 Uhr) wird dies sogar durch ein Sonder-Trikot – der gemeinsame Ausrüster macht es möglich – verdeutlicht.

Aber nicht nur deshalb ist es für Guido Burgstaller ein besonderes Match. Erstmals seit seinem Wechsel im Winter 2017 von Nürnberg zu den Königsblauen ist er an seiner alten Wirkungsstätte zu Gast, bei seiner „alten Liebe“, wie es der 29-jährige Stürmer selbst sagt. „Ich habe dort zwei wundervolle Jahre verbracht. Leider haben wir in meiner Zeit den Aufstieg nicht geschafft“, so der Österreicher: „Ich freue mich riesig.“

Burgstaller verzichtet auf Torjubel

Allerdings hätte er sich andere Umstände für seine Rückkehr ins Nürnberger Stadion gewünscht. Denn der FCN befindet sich in akuter Abstiegsgefahr, hat als Vorletzter der Bundesliga mit 17 Punkten derzeit vier Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Die Parallele zu den Knappen: Auch sie sind nicht frei von Sorgen bei fünf Punkten vor Rang 16. „Es tut schon weh“, gesteht Burgstaller: „Aber sie stecken in der gleichen Situation wie wir. Sie kämpfen genauso ums Überleben wie wir, daher muss man das 90 Minuten ausblenden. Auch wenn es gegen meinen Ex-Klub geht, bei dem ich eine sehr tolle Zeit hatte.“ Daher hat sich der Österreicher auch vorgenommen, bei einem Tor aus Respekt vor den Nürnberger Fans nicht zu jubeln. „Das kann ich auch später im Bus“, meint Burgstaller.

Dass er das zuletzt überhaupt mal durfte, ist schon eine Weile her. Seinen bis dato letzter Treffer erzielte er noch vor seiner Achillessehnenverletzung. Es war der 24. November des vergangenen Jahres beim 5:2-Sieg gegen – ausgerechnet – den 1. FC Nürnberg.

Dabei ist nicht nur der Angreifer selbst in einer Knipser-Krise, sondern die gesamte Mannschaft. In den vergangenen fünf Pflichtspielen netzten die Königsblauen nur zweimal ein. Ein Problem, das den Schalkern im Kampf um die Klasse im schlimmsten Fall noch zum Verhängnis werden könnte.

Es hakt aber nicht im Abschluss, sondern schon im Spielaufbau – der es erst meist gar nicht zu einer Chance im gegnerischen Strafraum kommen lässt.

„Oft treffen wir die falschen Entscheidungen beim vorletzten oder letzten Pass, da spielen wir zu kompliziert“, sagt Burgstaller. So wunderte es kaum, dass der Schwerpunkt der Trainingseinheit am Dienstagvormittag im Offensivspiel lag: „Wir sind mit Überzahl auf die Viererkette zugelaufen. Man hat gesehen, dass wir da unsere Probleme haben.“ Was zum Teil auch an der fehlenden Abstimmung liege. „Wenn du öfters einen anderen Sturmpartner hast, vergisst man auch mal, wie er seine Laufwege hat. Darauf müssen wir uns jetzt besser einstellen.“

Partner Embolo keine Hilfe

Zuletzt durfte Burgstaller mit Embolo an seiner Seite im Angriff beginnen – mit recht überschaubarem Erfolg. Nicht nur, dass der Österreicher selbst nicht in bester Verfassung ist: Embolo ist davon ebenfalls meilenweit entfernt, offenbart Defizite in der Technik ebenso wie im Abschluss. Mark Uth fällt nach seiner Adduktorenverletzung nun definitiv aus und muss sogar operiert werden. Trotz allem ist Burgstaller zuversichtlich: „Wir haben gegen Frankfurt gut dagegengehalten, daran müssen wir anknüpfen und mit viel Leidenschaft Fußball spielen. Wir müssen gewinnen, so leid es mir tut.“ 

In einem wohl noch größeren Zwiespalt ist Nürnbergs Sebastian Kerk (24), der als Kind bekennender Schalke-Fan war: „Auch wenn ich dann zuhause den ein oder anderen Spruch zu hören bekommen werde, wenn wir gewinnen, aber das nehme ich gerne in Kauf“, wird der Mittelfeldspieler auf der Club-Homepage zitiert.

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