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Guardiola ist ein Mann, der zu seinem Wort steht und mit seinem Bekenntnis auch den ein oder anderen Spieler vom Verbleib überzeugen kann.

Pep Guardiola

Das Bekenntnis

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Dass der katalanische Startrainer bei Manchester City bleiben will, obwohl der Klub zwei Jahre lang für die Champions League gesperrt ist, ist ein bemerkenswertes Signal. Der Kommentar.

Seit Pep Guardiola bei Manchester City ist, hat er den Klub von vorne bis hinten umgekrempelt. Angefangen bei der Mannschaft über die Scouts, von den Athletiktrainern bis zu den medizinischen Betreuern: Alle Positionen sind nach den Wünschen des 49-jährigen Katalanen besetzt worden. Er hat ein Umfeld, dem er zu 100 Prozent vertrauen kann. Perfekte Voraussetzungen, um ungestört zu arbeiten.

Es ist also keine Überraschung, dass sich Guardiola am Mittwochabend nach dem lockeren 2:0-Erfolg gegen West Ham United in der Premier League zu Manchester City bekannt hat, nachdem die Uefa den Klub wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay für zwei Jahre aus der Champions League ausgeschlossen hat. Vielleicht etwas überraschend war die Vehemenz, mit der er sein Bekenntnis betont hat: „Mehr denn je“, sagte Guardiola wolle er jetzt bei den Himmelblauen bleiben, bei denen er noch bis Juni 2021 unter Vertrag steht. „Außer ich werde gefeuert“, fügte er noch an. Das wird aber nicht passieren.

Die Besitzer aus Abu Dhabi vertrauen dem getriebenen Perfektionisten, schließlich ist der Klub unter Guardiolas Ägide zum wertvollsten Fußballklub der Welt aufgestiegen. Sollten die Scheichs Manchester City heute verkaufen, würden sie ein vielfaches ihres Milliardeninvestments zurückbekommen.

Und Guardiola ist ein Mann, der zu seinem Wort steht und mit seinem Bekenntnis auch den ein oder anderen Spieler vom Verbleib überzeugen kann. Denn sollte der Sportgerichtshof CAS das Urteil gegen City bestätigen, könnten viele der Superstars mit einem Abschied liebäugeln. Zum einen, weil sie international spielen möchten und zum anderen, weil einige sicher auch an ihren eigenen Marktwert denken beziehungsweise von Beratern und anderen Einflüsterern daran erinnert werden. Neben dem Argument, weiter Guardiola als Trainer zu haben, spielen sie auch immer noch in der stärksten Liga der Welt und wahrscheinlich immer noch jedes Jahr um die Meisterschaft.

Guardiolas größte Stärke, neben der Implementierung seines taktischen Konzepts, war es immer, seine Spieler für seine Spielidee und damit für die Erfolge begeistern zu können. Den Bannstrahl der Uefa wird er genutzt haben, um den Zusammenhalt der Mannschaft für den Rest der Saison zu beschwören. Zwar ist in der Liga der Zug vom Titel-Hattrick abgefahren, aber in der Champions League hat City noch „unfinished Business“, wie es im Englischen heißt. Ein Triumph in der Königsklasse wäre die größte Befriedigung. Für Manchester City. Und für Pep Guardiola.

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