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Um keinen Zweikampf verlegen: Klaus Gjasula (oben) im Duell mit Jakub Piotrowski von Fortuna
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Um keinen Zweikampf verlegen: Klaus Gjasula (oben) im Duell mit Jakub Piotrowski von Fortuna

Klaus Gjasula

Grätschende Gefahr

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Der Darmstädter Fußballprofi Klaus Gjasula liebt das raue Spiel, möchte aber nicht darauf reduziert werden. Er kann nämlich viel mehr. Am Samstag geht‘s gegen den Ex-Klub SC Paderborn.

Gesucht wird der nächste Superschurke, einer, der hart zur Sache geht auf dem Fußballplatz, der eine innige Beziehung zur Grasnarbe zu schätzen weiß, der niemals mit sauberem Dress den Rasen wieder verlassen würde, rabiat und kompromisslos soll er sein, am besten mit einer Vorliebe für gelb, genau solch einen Mann sucht Klaus Gjasula. Warum? Weil er selbst so einer ist.

„Es wäre sicher entspannter, wenn jemand anders mal mehr Gelbe Karten bekommen würde“, sagt der Mittelfeldspieler des Zweitligisten SV Darmstadt 98, „dann würde es nicht mehr immer bei mir zur Sprache kommen.“ Regelmäßig zur Sprache kommt, auch an dieser Stelle, dass Klaus Gjasula einen Rekord hält im hiesigen Bundesligaland. 17 Verwarnungen sammelte der mittlerweile 31-Jährige vor nunmehr zwei Spielzeiten, damals im Trikot des Sensationserstligisten SC Paderborn, der an diesem Samstag (13.30 Uhr/Sky) die Südhessen aus Darmstadt zum Duell erwartet. Die Gelbe Karten verfolgen Gjasula seitdem stets, ob er nun will oder nicht.

Darmstadt 98: Klaus Gjasula - ein wichtiger Stabilisator der Lilien

Er muss damit leben, mit diesem Stempel des Fieslings auf der Stirn, die er seit dieser Saison nicht mehr wie früher mit einem Helm zu schützen versucht. Den hat er abgelegt, weil er gesundheitlich längst nicht mehr nötig war und auch, weil er zumindest ein wenig weg will vom Image des bösen Buben mit dem Dickschädel. Einerseits. Andererseits: „Es geht mir nicht extrem auf die Nerven, ich bin ja selbst dafür verantwortlich. Mir macht das nicht zu schaffen, ich habe mich ein bisschen daran gewöhnt.“

Vier Gelbe Karten kassierte der frühere Spieler von Kickers Offenbach in bisher zehn Einsätzen für den Tabellenzweiten aus Darmstadt, drei Treffer hat er für die Lilien vorbereitet - und er ist ein wichtiger Stabilisator des gesamten Teams. Ihn nur auf seine Zweikampfführung zu reduzieren, würde Gjasula nicht gerecht, er kann durchaus einen gepflegten Ball spielen, auch ist er kopfballstark. Sehr wohl aber gibt er den resoluten Part im Mittelfeld, während sich Kollege Tobias Kempe neben ihm vermehrt um die spielerischen Belange kümmern kann. Das erfahrene Duo harmoniert.

Klaus Gjasula: Nach Corona-Infektion zurück in die Startelf

Überhaupt passt viel zusammen bei Gjasula und dem SVD. Der im Sommer vom HSV ins Hessenland gewechselte albanische Nationalspieler war sofort ein Fixpunkt. Nach überstandener Corona-Infektion („Das hat sich gezogen“) kehrte Gjasula zuletzt wie selbstverständlich sofort zurück in die Startelf. Der „Wohlfühlfaktor“ sei ihm wichtig für sein Spiel, sagt Gjasula, beim Hamburger SV habe er das genaue Gegenteil erlebt. Leider.

Bessere Erinnerungen hat er dagegen an seine Zeit in Paderborn, wo er aufstieg in Liga eins und „die wichtigsten zwei Jahre der Karriere“ erlebte. „Das Drumherum ist in beiden Vereinen, in Darmstadt und Paderborn, ähnlich“, so Gjasula. Selbst die Spielstile ließen sich vergleichen. „Beide Mannschaften spielen intensiv, schnell nach vorne, zweikampfbetont.“ Nahezu perfekte Bedingungen für einen Mann wie Klaus Gjasula.

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