Schalke

Glasauge in der Kiste

Alexander Nübel kehrt bei Schalke 04 ins Tor zurück.

Am Ende beantwortete sich die scheinbar so komplizierte Torwartfrage für David Wagner von selbst. Markus Schubert kann nicht, also kehrt der künftige Bayern-Keeper Alexander Nübel nach seiner abgesessenen Rotsperre zwischen die Pfosten der Königsblauen zurück. Zwangsläufig. Der Trainer von Schalke 04 besitzt keine Alternative – und dürfte darüber in gewisser Weise ganz glücklich sein. Schubert fällt mit einer Patellasehnen-Blessur vorerst aus.

„Die Torwart-Diskussion war eine öffentliche Diskussion, nie meine“, sagte Wagner vor dem am Freitag (20.30 Uhr/Dazn) anstehenden Auswärtsspiel bei Hertha BSC. „Das war ja fast so, als müsste ich mich zwischen einem Einarmigen und einem mit Glasauge entscheiden. Wir haben zwei richtig gute Torhüter.“ Der 48 Jahre alte Coach spielte die über Wochen andauernden Diskussionen herunter, weil er es konnte. Er wusste natürlich, dass ihm die Patellasehnen-Verletzung, die Schubert zum Zuschauen zwingt, in gewisser Weise in die Karten spielt. Er musste keine endgültige Entscheidung treffen. Was geschieht, wenn Schubert zurückkehrt, wurde zumindest nicht zu hundert Prozent klar.

Auf die Frage, ob seine verwendete Bezeichnung „Nummer eins“ für Nübel und „Nummer zwei“ für Schubert „bis auf Weiteres“ gelte, antwortete Wagner: „Bis auf Weiteres war ein guter Zusatz.“ Gleichzeitig behauptete der Trainer, dass er kaum einen Gedanken an die Torhüter-Diskussion „verschwendet“ habe.

Knieprobleme bei Schubert

Während Nübels Sperre war dessen Wechsel zum FC Bayern München im Sommer bekannt geworden. Dies hatte im Umfeld und bei den Anhängern für viel Aufregung gesorgt, Wagner entzog dem aufstrebenden Talent die Kapitänsbinde und vertraute auf Schubert. Der 21-Jährige hatte Nübel in allen seiner vier Spiele andauernden Sperre im Tor vertreten, dabei aber Schwächen gezeigt. Beim 0:5 in München patzte er bei zwei Gegentoren.

Schon zu diesem Zeitpunkt plagte sich Schubert mit den Problemen an der Patellasehne herum, derzeit wird die Verletzung mit Spritzen behandelt. „Es war notwendig, ihn zum richtigen Zeitpunkt aus dem Training zu nehmen. Das war in den vergangenen Wochen nicht möglich“, erklärte Wagner. Laut dem Coach bestünde die Gefahr, dass sich Schuberts Verletzung im Falle einer weiteren Belastung zu einer chronischen Blessur entwickeln könnte. sid

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