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Gewachsene Ansprüche

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31.10.2021, Nordrhein-Westfalen, Mönchengladbach: Fußball: Bundesliga, Bor. Mönchengladbach - VfL Bochum, 10. Spieltag, Stadion im Borussia-Park. Mönchengladbachs Alassane Plea (l.) jubelt über seinen Treffer zum 1:0.
31.10.2021, Nordrhein-Westfalen, Mönchengladbach: Fußball: Bundesliga, Bor. Mönchengladbach - VfL Bochum, 10. Spieltag, Stadion im Borussia-Park. Mönchengladbachs Alassane Plea (l.) jubelt über seinen Treffer zum 1:0. © dpa / Federico Gambarini

Gladbacher streben ins internationale Geschäft und nach Berlin

Beim Blick auf die Tabelle musste Jonas Hofmann kurz schmunzeln. „Ja“, räumte der Nationalspieler von Borussia Mönchengladbach ein, es sei „schon wichtig, dass wir vor ihnen stehen“. Hofmann meinte damit den 1. FC Köln, denn mit dem 2:1(2:0)-Pflichtsieg gegen den forschen Aufsteiger VfL Bochum sind die Gladbacher am Erzrivalen vorbeigezogen.

Die Ansprüche am Niederrhein sind aber andere. Spätestens seit der rauschenden Pokalnacht mit der Gala gegen den FC Bayern (5:0) weiß man, zu was die Mannschaft von Trainer Adi Hütter fähig ist. Die drei Punkte seien daher nicht nur wichtig gewesen, um Köln zu überholen, sondern „damit wir den Anschluss an die internationalen Plätze nicht verlieren“, sagte Hofmann. Trotz des äußerst mäßigen Saisonstarts weisen die Fohlen nur drei Zähler Rückstand auf den begehrten Champions-League-Platz auf. „Wir sind gut unterwegs und können teilweise zufrieden sein“, lautete Hütters Fazit nach dem zehnten Spieltag. Allerdings kündigte der Coach auch an, einige Dinge „intern zu bereden“.

Offensive nimmt Fahrt auf

Denn nach einer starken ersten Halbzeit mit den Toren von Alassane Plea (12.) und Hofmann (40.) ließen es die Gladbacher im zweiten Durchgang deutlich ruhiger angehen. „Die erste Halbzeit war herausragend. Vielleicht hatten wir dann schon im Kopf gehabt, dass wir die drei Punkte schon sicher haben“, sagte Hofmann. Nach dem Anschlusstreffer durch Danny Blum (86.) mussten die zu Hause weiterhin ungeschlagenen Gladbacher sogar noch zittern.

In der Nachspielzeit rettete Torhüter Yann Sommer gegen Milos Pantovic den Sieg. „Es war total unnötig, dass es dann noch mal eng wurde. Wir haben schon genug Punkte verschenkt, und heute wäre es wieder beinahe passiert“, sagte Nationalspieler Matthias Ginter.

Geschenke wollen die Gladbacher keine mehr machen – im Gegenteil. Neben der Qualifikation für das internationale Geschäft in der Liga träumen sie auch vom Pokalsieg. „Wir haben das Ziel ausgesprochen, dass wir nach Berlin wollen“, berichtete Hofmann. Das Achtelfinale beim Zweitligisten Hannover 96 sei eine „machbare Aufgabe“.

Gegen die Niedersachsen verlor die Borussia das Pokalendspiel 1992 im Elfmeterschießen. Jetzt sei das „klare Ziel, eine Runde weiterzukommen“, so Hofmann. Den letzten Titel holten die Gladbacher mit dem Pokalsieg 1995. Dass diese Durststrecke endet, wäre noch schöner als ein Tabellenplatz vor Köln. (sid)

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