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Architekt des Erfolges in Bern, nun soll er Leverkusen wieder nach ganz oben führen: Trainer Gerardo Seoane.
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Architekt des Erfolges in Bern, nun soll er Leverkusen wieder nach ganz oben führen: Trainer Gerardo Seoane.

Bundesliga

Bayer Leverkusen statt Eintracht Frankfurt: Gerardo Seoane kommt aus Bern

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Sein Vorbild ist Ottmar Hitzfeld, in Bern hat er Adi Hütter übertrumpft: Bald übernimmt Gerardo Seoane in Leverkusen.

Sein Vorbild ist einer der größten Schweizer Fußballtrainer, der genau genommen gar kein Schweizer ist, sondern Lörracher, geboren im Dreiländereck auf deutscher Seite, der aber eben den Schweizer Fußball in die Welt hinaus trug, wie kaum ein anderer Übungsleiter: Ottmar Hitzfeld, Champions-League-Sieger, Welttrainer, deutscher Meister und Pokalsieger mit Bayern und Dortmund, Coach in Zürich, Aarau, dazu Chef der Nati. Von diesem Fußballlehrer also, einem der größten überhaupt, ist Gerardo Seoane, 42 Jahre alt und künftiger Trainer des Bundesligisten Bayer Leverkusen, ein Riesenfan.

Früher, als er noch selbst kompromisslos verteidigte in Spanien (Deportivo La Coruña) und der Schweiz (Luzern, Zürich, Aarau, Sion), hing er dem Trainerfuchs mit dem Trenchcoat bei dessen Pressekonferenzen an den Lippen, analysiert die Taktiken und faszinierte sich vor allem dafür, mit welch Nonchalance der große Ottmar all die Fallstricke des Metiers umging. Ernsthaft, kontrolliert, zielstrebig - und dennoch sympathisch.

Gerardo Seoane folgt auf Hannes Wolf

Gerardo Seoane ist ähnlich. Privates gibt er ungern preis, lockere Sprüche sind nicht sein Ding, ein knorriger Kerl aber ist er eben auch nicht. Bilder der Wut sind kaum überliefert. Wenn Seoane spricht, hört man ihm zu, dann wirkt er souverän, glaubwürdig, auch autoritär.

Nun also wird der Schweizer mit spanischen Wurzeln ab Sommer Hannes Wolf in Leverkusen ablösen. Der Übergangstrainer, der erst im März für Peter Bosz gekommen war, kehrt zu den DFB-Junioren zurück. Seoane, so die Hoffnung unterm Bayer-Kreuz, soll die in der Rückserie doch arg ins Schlingern geratenen Leverkusener wieder auf Vordermann bringen - mit offensivem, attraktivem, vor allem erfolgreichem Fußball. Die Referenzen des Neuen benennt Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes in seiner Willkommensrede: „Er ist dreimal in Folge mit den Young Boys Schweizer Meister geworden, hat 2020 auch den Pokal geholt – und das mit einer attraktiven und offensiven Spielidee, die unserer Philosophie in Leverkusen sehr nahekommt.“

Gerardo Seoane: Anfänglich Skepsis am Hütter-Nachfolger in Bern

Bei den Young Boys, also in Bern, war Seoane vor knapp drei Jahren auf den Noch-Frankfurter Adi Hütter gefolgt, damals als Trainer-Greenhorn, das lediglich auf ein halbes Jahr als Proficoach in seiner Heimat Luzern (und einige Jahre im Jugendbereich) zurückblicken konnte. Die Skepsis im Berner Umfeld war groß, ebenso wie die Lücke, die Hütter als erster Meistertrainer seit 32 Jahren hinterließ. Seoane hat sie ausgefüllt. Er hat nicht nur drei Meisterschaften eingefahren sowie das erste Double in der Klubhistorie seit 1958, Seoane kann mittlerweile auch den Punkterekord der Super League, den Torrekord, die früheste Meisterschaft sein Eigen nennen.

Schon länger wird der Trainer, der mit Ruedi Zahner (kickte einst unter Ottmar Hitzfeld) einen persönlichen Coach an seiner Seite weiß, mit einem Wechsel in die Bundesliga in Verbindung gebracht, 2019 soll die Hertha Interesse gezeigt haben, im Jahr drauf Gladbach, diesmal neben Leverkusen auch Eintracht Frankfurt. „Natürlich schauen wir Schweizer immer auch die Bundesliga. Das ist eine europäische Topliga, und Bayer Leverkusen gehört seit vielen Jahren beständig zur Spitze“, sagt Seoane. Er empfinde den „Sprung auf das nächste Level“ als „extrem reizvoll“.

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