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Die Fußball-Bundesliga pausiert noch bis zum 30. April.

Training

Und geduscht wird zu Hause

Bundesligisten nehmen Teamtraining unter strikten Bedingungen auf.

Endlich wieder Rasen unter den Stollen, eine Fortsetzung der Saison mit Geisterspielen vielleicht Anfang Mai: Die Klubs der Ersten und Zweiten Fußball-Bundesliga bereiten sich seit Montag nahezu geschlossen auf den „Tag X“ vor. Einzig der SC Freiburg befindet sich noch im Home Office, und beim SV Werder sind sie verärgert, dass der Bremer Innensenator ein Training in Gruppen vorerst nicht zulässt. Trainer Florian Kohfeldt nahm bereits das Wort „Wettbewerbsverzerrung“ in den Mund.

Ansonsten zeigt sich seit Montag an den Bundesligastandorten hinter verschlossenen Türen meist folgendes Bild: Das Training mit Ball läuft wieder, wenn auch nur in Gruppen mit vier bis sieben Spielern – und mit dem gebührenden Abstand. „Es ist sehr wichtig“, sagt Trainer Steffen Baumgart vom SC Paderborn, „dass die Spieler wieder den Ball an die Füße bekommen.“ Die Einheiten sollen deshalb so gestaltet werden, „dass Aktionen mit dem Ball im Mittelpunkt stehen“.

Zweikämpfe sind verboten

Der FC Augsburg geht diesen Weg bereits seit dem 23. März, am Montag zog 80 Kilometer weiter östlich auch der Branchenprimus nach. Erstmals seit dem 13. März tastet sich nun auch Bayern München so gut es geht an einen geordneten Trainingsbetrieb heran. Hansi Flick, dessen Vertrag gerade bis 2023 verlängert wurde, bekam seine Spieler nach 23 Tagen Zwangspause wieder leibhaftig zu Gesicht – eingeteilt in Gruppen, die in zwei Schichten auf mehrere Plätze verteilt wurden.

Die Münchner gingen die Wiederaufnahme generalstabsmäßig geplant an: zeitversetzter Zugang zum Trainingsgelände über die Tiefgarage, Aufteilung der Spieler auf mehrere Kabinen – mit einem Abstand von vier Metern. Nach dem Training: zu Hause duschen sowie Verzehr des vom Klub in Boxen bereitgestellten Essens.

Auch bei Borussia Dortmund werden die Spieler nicht auf dem Trainingsgelände duschen, auch auf essen und umziehen vor Ort wird verzichtet. „Der BVB achtet auf die Einhaltung aller Regeln gemäß Paragraph 3 der Corona-Schutzverordnung“, teilten die Schwarz-Gelben mit. Andere Klubs sind ähnlich straff durchorganisiert – jegliches Infektionsrisiko soll unterbunden werden. Deshalb gilt auch überall: keine Zweikämpfe!

All das geschieht in der Hoffnung, dass es Anfang Mai wieder losgeht. Laut „Bild“ kursieren bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) zwei Spielpläne, einer mit Wiederbeginn am 2. Mai, der andere mit Wiederbeginn 9. Mai. „Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es weder Beschlüsse noch Vorfestlegungen“, richtete die DFL dazu aus, ergänzte allerdings auch: „Dass es unterschiedliche Denkansätze gibt, liegt in der Natur der Sache.“ Angedacht ist demnach, die Saison bis Ende Juni beendet zu haben.

Der FSV Mainz 05 hat den Trainingsauftakt für Dienstag geplant, gut möglich, dass dann auch der SC Freiburg dem Beispiel anderer baden-württembergischer Klubs wie der TSG Hoffenheim oder dem Zweitligisten VfB Stuttgart folgt und Training unter freiem Himmel abhalten darf. Und womöglich hat dann auch der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer ein Einsehen. (sid)

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