Fußball

U21 runderneuert

Mit 19 Debütanten startet der DFB-Nachwuchs in die Olympiasaison.

Gut zwei Monate nach dem verlorenen EM-Finale gegen Spanien startet die wichtigste deutsche Nachwuchsnationalmannschaft den Neuaufbau mit 19 Neulingen. „Ich bin auf die vielen neuen Spieler gespannt und hoffe, sie können eine vergleichbare Entwicklung nehmen wie ihre Vorgänger in der U21“, sagte Trainer Stefan Kuntz zum Start in die Olympiasaison. 2017 gab es für sein Team den Titel, 2019 Platz zwei.

Der 56-Jährige berief auch die drei EM-Zweiten Johannes Eggestein, Markus Schubert und Lukas Nmecha in den Kader für den Test gegen Griechenland in Zwickau am 5. September und den Start in die EM-Qualifikation gegen Wales fünf Tage später. Auch Janni Serra und Salih Özcan, die schon U21-Erfahrung sammeln konnten, gehören zum am Mittwoch veröffentlichten Aufgebot.

Aus diesem Spielerkreis machen sich viele Hoffnungen auf eine Nominierung für die Sommerspiele, für die sich die Kuntz-Auswahl bei der EM qualifiziert hatte. In Tokio tritt dann aber eine U23-Auswahl an, die Spieler müssen 1997 oder später geboren sein. Dazu darf Kuntz drei ältere Spieler nominieren. Einen solchen Platz würde auch liebend gerne der 130-malige Nationalspieler Lukas Podolski einnehmen. „Klar hätte ich Bock auf Olympia. Das ist für jeden Sportler etwas Geiles“, sagte der für Vissel Kobe in der japanischen Fußball-Liga spielende 34-Jährige der „Sportbild“. „Wenn es Interesse gibt, bin ich bereit, mit den Verantwortlichen zu sprechen“, fügte der Weltmeister von 2014 hinzu.

Für Kuntz & Co. stehen aber erstmal andere wichtige Aufgaben an. Ziel der neuen U21 ist die Qualifikation für die EM 2021 in Ungarn und Slowenien. Nach dem Auftakt in Wales am 10. September sind Belgien, Bosnien-Herzegowina und Moldau weitere Gegner. „Wir stehen vor einem kompletten Neuanfang“, sagte Kuntz. Neben Schubert, Eggestein und Nmecha ist Arne Maier (Hertha BSC) als EM-Teilnehmer noch spielberechtigt. Der Mittelfeldakteur fehlt aber nach einer Verletzung. (dpa)

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