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Kommt mit seinem neuen Verein auch noch nicht so recht auf Touren: Gladbachs Trainer Adi Hütter, vormals Eintracht Frankfurt.
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Kommt mit seinem neuen Verein auch noch nicht so recht auf Touren: Gladbachs Trainer Adi Hütter, vormals Eintracht Frankfurt.

Kommentar

Beispiel Adi Hütter: Mancher Bundesliga-Trainer wäre wohl besser geblieben

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Die Fußballtrainer der Bundesliga tun sich bei ihren neuen Vereinen schwer – für manch einen wäre es besser gewesen, er wäre bei seinem vorherigen Klub geblieben. Ein Kommentar.

Frankfurt - Eine der Fragen, die mutmaßlich stundenlange Diskussionen auslösen würde, ist: Könnte ein Christian Streich außerhalb seines Freiburger Biotops Erfolg als Trainer einer Bundesligamannschaft haben, sagen wir: beim 1. FC Köln? Fachlich dürfte das hinhauen, doch „funktioniert“ der gleichermaßen meinungsstarke wie tief im Schwarzwälder Umfeld verwurzelte Südbadener auch in der Fremde? Immerhin soll sich vor Jahren Uli Hoeneß Gedanken gemacht haben, das Unikum zum FC Bayern München zu locken. Die Frage bleibt rhetorischer Natur, ihren besten Mann werden die als einziges Team ligaweit noch ungeschlagenen Freiburger, zudem Tabellendritter, nicht gehen lassen. Er würde gar nicht wollen. Und verstehen würde man ihn anderswo eh nicht.

Adi Hütter: Wechsel von Eintracht Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach

Andere Trainer wollten schon, auch zum 1. FC Köln. Allein acht Fußballlehrer haben zum Start der Bundesliga ihren Arbeitsplatz gewechselt, geradezu wie entfesselt erwies sich der Trainermarkt, und die Coaches wussten ihre gesteigerte Reputation geschickt den Gepflogenheiten ihrer Spieler anzupassen: Die Übungsleiter, zuvor bis auf den 1. FC Köln allesamt im oberen Tabellenhälfte angesiedelt, verließen kurzerhand ihre Klubs und stiegen aus Verträgen aus.

„Den nächsten Schritt gehen“ nennen sie es, aber ob es tatsächlich weiter nach oben geht, steht - zumindest nach dem ersten Viertel der Saison - auf einem anderen Blatt. Mark van Bommel, der zwar eine bemerkenswerte Spielerkarriere gemacht hat, im Trainergeschäft aber ein unbeschriebenes Blatt ist, ist seinen Job schon los. In Mönchengladbach hat der mit so viel Lorbeer umkränzte Adi Hütter gerade den schlechtesten Saisonstart seit elf Jahren hingelegt, in Frankfurt muss Champions-League-Trainer Oliver Glasner mittlerweile eine respektable Krise meistern, Jesse Marsch kommt mit RB Leipzig nicht recht voran, Bayer Leverkusen spielt unter Gerardo Seoane wie Bayer Leverkusen spielt, mal die Sterne vom Himmel, mal nicht. Marco Rose hält Borussia Dortmund in der Liga dank Tormaschine Erling Haaland auf Kurs, jetzt ist sie aber längere Zeit außer Gefecht, und in der Champions League setzte es Ohrfeigen. Einzig Julian Nagelsmann bei Bayern München (und Steffen Baumgart, 1. FC Köln) haben die Erwartungen erfüllt oder übertroffen (1. FC Köln).

Adi Hütter benötigt mehr Zeit in Mönchengladbach

Warum das so ist, warum der eine Trainer bei jenem Klub einschlägt und beim anderen nicht, selbst wenn sie von der Struktur ähnlich sind (Frankfurt/Gladbach), ist das große Geheimnis. Verlangen die Trainer womöglich zu viel, stellen sie zu sehr um und damit alles auf den Kopf? Passt ihr System nicht? Passt der neue Verein einfach nicht? Oder benötigen die Kicker mehr Zeit, um die Ideen der neuen Übungsleiter zu kapieren?

Für einige hat sich der (erzwungene) Wechsel noch nicht gelohnt. Und zuweilen - die Finanzen mal außer Acht gelassen - wäre es besser gewesen zu bleiben. Wie Streich in Freiburg. Der weiß, wohin er gehört. (Thomas Kilchenstein)

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