Fünftes EM-Finale mit Heimteam

Erst zum fünften Mal steht ein Gastgeber im Finale einer Fußball-Europameisterschaft. Frankreich spielt an diesem Sonntag (21.00 Uhr) in Saint-Denis um den Titel gegen Portugal.

Erst zum fünften Mal steht ein Gastgeber im Finale einer Fußball-Europameisterschaft. Frankreich spielt an diesem Sonntag (21.00 Uhr) in Saint-Denis um den Titel gegen Portugal.

Bei den bisherigen vier Endspielen mit Beteiligung der Heimmannschaft konnten diese dreimal den Vorteil nutzen, vor eigener Kulisse zu spielen. Nur einmal gelang es einer Nation nicht. Das war 2004 und der Gastgeber war Portugal.

Die bisherigen Endspiele mit EM-Gastgebern:

Cristiano Ronaldo ist 19 Jahre alt und steht bereits im EM-Finale. Und das auch noch zuhause. Spieler wie Luis Figo oder Rui Costa prägen allerdings die Mannschaft. Der Gegner: Griechenland, Name des Trainers: Otto Rehhagel. Und er macht das Unmögliche möglich. Ein Kopfballtor des ehemaligen Bundesliga-Profis Angelos Charisteas zerstört den Traum von Ronaldo, Figo und Co auf den Heimtitel.

Es ist die EM des Michel Platini. Im Finale erzielt er mit dem 1:0 seinen neunten Treffer im Turnier. Ein Freistoß, den Luis Arconada im spanischen Tor unter sich durchrutschen lässt. In der 90. Minute macht Bruno Bellone den Sieg perfekt. Es ist der erste große Titel für die Équipe Tricolore. An Platinis neun EM-Tore reicht bis heute keiner ran. Landsmann Antoine Griezmann kommt vor dem Finale an diesem Sonntag gegen die Portugiesen auf sechs Tore.

Ein Titelträger im Wiederholungsspiel und Finalist nach Münzwurf. Italien spielt im Halbfinale 0:0 gegen die damalige Sowjetunion. Das Los muss entscheiden. Italien kommt weiter. Das Endspiel geht 1:1 am 8. Juni 1968 aus. Keine Verlängerung, kein Elfmeterschießen, sondern Wiederholungsspiel 47 Stunden nach Anpfiff des ersten Duells. Luigi Riva und Pietro Anastasi sorgen vor der Pause für die Entscheidung.

Gastgeber gegen Titelverteidiger. Die Mannschaft aus der Sowjetunion hatte die Premieren-EM gewonnen. Die Titelverteidigung misslingt. Im Estadio Santiago Bernabéu erzielen Jesús María Pereda und Marcelino Martínez die Tore: Titel-Heimerfolg beim zweiten EM-Turnier. (dpa)

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