1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball

Füllkrug rettet Deutschland gegen Spanien – DFB-Spieler in der Einzelkritik

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Ingo Durstewitz

Kommentare

Torschütze Niclas Füllkrug.
Torschütze Niclas Füllkrug. © Robert Michael/dpa

Die deutsche Mannschaft steigert sich im Vergleich zum Japan-Spiel deutlich und belohnt sich gegen Spanien mit einem 1:1. Die Spieler in der Einzelkritik.

Sonderlob

Niclas Füllkrug: Kann man mal so machen: Kommt rein, sorgt für Unruhe, ist präsent ohne Ende – und zimmert die Kugel dann mit Vollspann und gefühlten 360 Stundenkilometer in den Winkel (83.). 1:1. Wow. Viel mehr geht nicht.

WM 2022: Musiala mit guter Leistung gegen Spanien

Gut dabei

Jamal Musiala: Hart attackiert von den Spaniern, oft gefoult, fand das gar nicht so lustig. Beschwerte sich häufiger mal beim Schiri. Vergab die beste Chance, schoss da Spaniens Keeper Simon an, übersah den freistehenden Füllkrug (73.). Machte den Fauxpas gut, bereitete den Ausgleich vor. Unterschiedsspieler.

Leroy Sané: Sorgte für mächtig Belebung, gleich drin im Spiel, vorletzter Pass beim Tor. In dieser Verfassung eine klare Bereicherung.

Ganz okay

Leon Goretzka: Brachte eine andere Körperlichkeit ins Spiel, räumte in der Zentrale auf. Mit Wut im Bauch. Wollte unbedingt zeigen, dass er ins Team gehört. Mit drei Fouls in den ersten 15 Minuten. Das sagt vieles.

WM 2022: Rüdiger mit souveräner Vorstellung

Antonio Rüdiger: Erneut mit einer amtlichen Vorstellung, fegte hinten furchtlos dazwischen, dafür ist er ja da. Doch im ersten Abschnitt auch der gefährlichste Deutsche in der Offensive. Machte per Kopf ein schönes Tor, stand blöderweise ein paar Zentimeter im Abseits (40.). Auch danach noch mal gefährlich nach einem Freistoß. Nicht schlecht.

Manuel Neuer: Mit einer Großtat, als er einen Kracher von Olmo noch irgendwie an die Latte wischte (7.). Zur Wahrheit gehört auch: Hatte da Glück, dass er sich den nicht selbst ins eigene Netz patschte. Dennoch: gut reagiert. Seine Abspiele kamen nicht immer an.

David Raum: Sehr couragiert auf links, marschierte immer wieder nach vorne, mit so manch guter Balleroberung. Hinten aber mit einigen Problemen gegen Torres, gleich zu Beginn mit einem leichtfertigen Ballverlust.

So lala

WM 2022: Gündogan und Kimmich nicht in Bestform

Ilkay Gündogan: Mit einigen feinen Kleinigkeiten, etwa seiner klugen und technisch hochwertige Weiterleitung auf Goretzka in der Anfangsphase. Kümmerte sich leidenschaftlich um Busquets, nervte ihn und gewann viele Zweikämpfe. Aber das entscheidende Duell vor dem 0:1 verlor er. Erneut ausgewechselt. Das hat ihn nicht gefreut, sah man ihm an.

Joshua Kimmich: Nicht oft zu sehen, prägend sieht anders aus. Eigentlich nur bei Freistößen zu sehen – und bei einem Schuss, den Simon entschärfte.

Niklas Süle: Stand unter Druck, nach dem Japan-Spiel schwer gescholten. Ging damit professionell um, lange solide in der Innenabwehr. Doch auf diesem Niveau reicht solide nicht. Kam beim 0:1 durch Morata zu spät. Nicht gut verteidigt.

Schwächelnd

WM 2022: Müller mit schwacher Vorstellung

Thomas Müller: Lief ohne Ende, darum bemüht, die Spanier zu stören und die Kollegen mitzureißen. Viel mehr ging aber nicht bei ihm. Bisschen wenig.

Serge Gnabry: Hatte die erste Chance, sein Schlenzer ging knapp vorbei. Wirkte trotzdem wie ein Fremdkörper, gar nicht drin im Spiel, strukturlos, ohne Power und Punch.

Thilo Kehrer: Neu im Team, hinten rechts, der Problemzone. Konnte diese Position nicht mit Leben füllen, Schwierigkeiten im Timing, schwerer Stand gegen Olmo. Patzte dann auch vor dem 0:1, viel zu weit weg von Alba.

Zu spät gekommen

Lukas Klostermann, Jonas Hofmann, Nico Schlotterbeck. (dur)

Auch interessant

Kommentare