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Zurzeit nicht aufzuhalten: Der FSV um Steffen Straub (links), hier im Zweikampf mit Kassels Nael Najjer.

FSV Frankfurt

FSV Frankfurt gewinnt schon wieder

  • vonStefan Fritschi
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Der FSV Frankfurt gewinnt auch sein viertes Heimspiel dieser Regionalliga-Saison. Das 3:1 gegen Hessen Kassel ist eine klare Sache.

Es lief die 87. Spielminute, da gab es eine Premiere im Stadion am Bornheimer Hang. Im Wechsel skandierten Fans des FSV Frankfurt auf der Haupt- und Gegentribüne „Effessvau“. Wenn die sonst eher kritische Anhängerschaft des Klubs so ihre Zurückhaltung ablegt, muss einiges passiert sein. Und ein paar Spielsequenzen danach hatten die 842 Zuschauerinnen und Zuschauer, mehr durften nach Vorgaben des Gesundheitsamtes nicht kommen, Gewissheit: Mit dem 3:1 (1:0) über Hessen Kassel gewann der FSV auch sein viertes Heimspiel dieser Saison, siegte somit zum dritten Mal nacheinander und rückte – gewissermaßen als Belohnung – auf den dritten Rang der Fußball-Regionalliga Südwest vor. Bornheimer Glückseligkeit, die es zuletzt zu erfolgreichen Zweitligazeiten gab.

Als er den ausgiebigen Jubel im Kreise der Spieler aufgesogen hatte, drückte FSV-Präsident Michael Görner seine Zufriedenheit aus: „Die Zuschauer waren begeistert. Es macht Spaß, ins Stadion zu kommen. Jeder läuft für jeden, jeder ist für jeden da.“ Mit dem hoch verdienten und weitgehend auch souverän erzielten Erfolg über die bis dato auswärts ungeschlagenen Kasseler reicherte der Fußballsportverein seine freilich noch junge Erfolgsgeschichte um ein Kapitel an. Es war schon beeindruckend, wie die Frankfurter den Rivalen aus Nordhessen über lange Phasen im Griff hatten und nur durch eigene Nachlässigkeiten ihm etwas Entfaltungsmöglichkeiten gestattete.

Wie schon beim 3:0 über Schott Mainz begannen die Frankfurter stark. Während Torjäger Muhamed Alawie seine Chancen nicht nutzen konnte (9., 25.), markierte Steffen Straub mit einer feinen Einzelleistung das 1:0 (26.). Danach schlich sich etwas der Schlendrian ein, doch die Kasseler Nils Pichinot (32.) und Mahir Saglik (34.) waren nicht zwingend genug, zudem rettete Alieu Sawaneh in höchster Not kurz vor der Torlinie (37.).

Die Gastgeber übernahmen nun aber wieder das Zepter. Allerdings wollte Alawie diesmal partout kein Treffer gelingen, dreimal war er immerhin noch nahe dran (43., 45., 77.). Während Straub knapp am Tor vorbei zielte (47.), veredelte Arif Güclü, den Brendel diesmal anstatt Alawie als Stoßstürmer aufbot, ein Umschaltspiel zum 2:0 (49.). Der Torschütze hätte nachlegen können (51., 55.), ebenso Straub (56.), ehe der Aufsteiger etwas überraschend zum Anschlusstreffer durch Marco Dawid kam (66.). Doch ein Kasseler Aufbäumen gab es nicht mehr: Nachdem Straub den Pfosten getroffen hatte (76.), machte der eingewechselte Ihab Darwiche alles klar (80.).

Folgt jetzt der Angriff auf die Spitzenposition? In den folgenden anspruchsvollen Partien am Samstag in Homburg und am 20. Oktober gegen die SV Elversberg werde es sich zeigen, „wohin die Reise geht“, sagte Brendel. Gefestigt wirkt jedenfalls seine Mannschaft.

Präsident bleibt abwartend

Auch schon so sehr, um auf Dauer im Aufstiegsrennen mitzumischen? „Wir können nicht mit Steinbach und Offenbach konkurrieren“, sagte Präsident Görner dazu. Gerade in einer Mammutsaison wie dieser, drückte er es aus. 42 Spieltage gilt es zu absolvieren, dies wird es vermutlich nie mehr geben. Es muss also schon alles oder zumindest sehr viel passen, um diesen beiden hessischen Konkurrenten auf Dauer die Stirn bieten zu können. In den nächsten Gegnern Homburg und Elversberg sowie Ulm gibt es auch weitere Drittligaaspiranten.

„Jetzt wollen wir erst mal weiter attraktiven Fußball spielen. Wenn uns das gelingt, bin ich von einem Platz im ersten Drittel überzeugt“, betonte Görner. Schade nur für den FSV, dass derzeit nicht mehr als 842 Fans ins Stadion dürfen. Bei dieser Ausgangslage wären unter normalen Umständen gegen Kassel etwa 2500 Fans gekommen – Einnahmen fehlen deshalb. Görner: „Da hilft kein Lamentieren, wir müssen das Beste daraus machen.“

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