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Später Jubel: Ahmed Azaouagh und der Rest des FSV bejubeln das 2:2 durch ein Eigentor.

Regionalliga Südwest

FSV Frankfurt bleibt oben dran

  • vonMarkus Katzenbach
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Der FSV Frankfurt ergattert in Homburg ein Remis und bleibt oben dran in der Regionalliga.

Die Nachspielzeit war am Samstagnachmittag schon längst angebrochen, als Steffen Straub noch einmal eine Ecke in der Strafraum schlug – und die Reise des FSV Frankfurt ins Saarland plötzlich doch noch zu einem Erfolgserlebnis wurde. David Salfeld, Schlussmann des FC Homburg, stieg hoch, hatte den Ball eigentlich sicher, ehe er ihn entgleiten ließ, irgendwie, und schließlich boxte er ihn sich selbst ins Tor. Direkt danach war Schluss, und die Gäste aus Frankfurt hatten mit dem 2:2 (1:1) bei einem der Schwergewichte der Fußball-Regionalliga Südwest einen nicht selbstverständlichen Punkt mitgenommen.

„Es war natürlich glücklich, dass der Ausgleich so fällt“, räumte Trainer Thomas Brendel ein, „das Gute an der Sache war aber, dass wir nicht aufgesteckt haben und unbedingt zurückkommen wollten“. Die Bornheimer verteidigten damit den dritten Tabellenplatz, eine verblüffende Zwischenbilanz nach neun von 42 Spieltagen dieser XXL-Runde. Einen Punkt vor Homburg – und einen vor dem SV Elversberg, der am Dienstag (19 Uhr) an den Bornheimer Hang kommt, wenn es im flotten Takt weitergeht. „Die Mannschaft hat es in der Hand, ob sie oben dabei bleibt“, gab Brendel als Losung aus, aber auch zu bedenken: „Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch viel zu früh um zu sagen, wo die Reise hingeht.“

Fürs Erste bleiben die Bornheimer auf Erfolgskurs, seit nun fünf Spielen ungeschlagen. In Homburg wäre diese Serie fast gerissen. Das Unentschieden war nicht nur im Zustandekommen, sondern auch in der Gesamtbetrachtung etwas glücklich. Sei es drum: „In Ulm und Freiburg haben wir viel besser gespielt und sind leer ausgegangen“, erinnerte Brendel. Diesmal ging es anders aus – obwohl Homburg für den Cheftrainer und Sportlichen Leiter des FSV „die erwartet gute Mannschaft mit viel individueller Qualität“ war.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte spielte der einstige Bundesligist diese nach dem Seitenwechsel zunehmend auch aus, ging durch Philipp Hoffmann (78.) verdient in Führung, ließ noch einige Chancen liegen – und brachte sich schließlich durch Salfeld selbst um den Sieg. Schon in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatten die Homburger im eigenen Strafraum gepatzt, auch da nach einer Ecke von Steffen Straub. Was Ihab Darwiche nutzte, um den ersten Rückstand durch Damjan Marceta (36.) auszugleichen. „Er war sehr motiviert gegen seinen alten Verein und immer gefährlich über die Außen“, lobte Brendel seinen rechten Flügelmann Darwiche, der für den jungen und zuletzt viel geforderten Luca Bazzoli in die Startelf zurückgekehrt war.

Insgesamt lautete seine Erkenntnis: „Wir sollten mutig unserer Spielweise vertrauen.“ Die nächste Gelegenheit gibt es schon am Dienstag, wenn mit Elversberg ein ganz ähnliches Kaliber wie der FC Homburg kommt, auch aus dem Saarland.

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