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Zum Jubeln eignet sich der Mainzer Kuhacker bestens: Leandro Barreiro feiert seinen Siegtreffer.
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Zum Jubeln eignet sich der Mainzer Kuhacker bestens: Leandro Barreiro feiert seinen Siegtreffer.

Mainz überrascht

FSV Eintracht Mainz 05

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Die beiden Ex-Frankfurter da Costa und Kohr heben die Nullfünfer zum Sieg gegen Leipzig, dessen Trainer Julian Nagelsmann mit einer Pöbelei negativ auffällt.

Verlieren muss Julian Nagelsmann noch lernen. Wutschnaubend attackierte der Leipziger Trainer nach dem unerwarteten 2:3 (2:2) bei Mainz 05 das Schiedsrichterteam verbal, nachdem er schon während des Spiel seinen Unmut über Referee Christian Dingert unangemessen respektlos zum Ausdruck gebracht hatte. Nagelsmanns Ausbruch („Was pfeift der für eine Scheiße“) war bis auf die verwaiste Tribüne zu hören. Später in der Pressekonferenz verweigerte der Coach, seine grund- und niveaulose Kritik am Unparteiischen zu erklären und rundete so die Leistung seiner Mannschaft nach unten ab.

Immerhin rang der 33-Jährige sich noch ab, von einem verdienten Sieg des krassen Außenseiters zu sprechen. Ja, das war der in dieser Saison erste dreifache Punktgewinn von Mainz 05 im eigenen Haus tatsächlich. Da war am ersten Rückrundenspieltag zum ersten Mal eine Mannschaft zu erkennen, die es schaffte, Widerstände zu überwinden. Eine Mannschaft zudem, die sich – klug angewiesen von ihrem Trainer Bo Svensson – traute, frühzeitig zu attackieren und sich nicht nur vor dem eigenen Tor zu verschanzen. „Das hat echt gut funktioniert“, freute sich der starke Stefan Bell, dessen Comeback sich beachtlich gestaltete. „Alles reinhauen gegen den Ball, unangenehm sein“ - das seien die Tugenden, die Mainz 05 in dieser Saison viel zu selten demonstriert hätte.

Auf einem Platz, der einer Kuhweide ähnelte, hatten die beiden vergangene Woche von Eintracht Frankfurt ausgeliehenen Dominik Kohr und Danny da Costa überdurchschnittlichen Anteil am Sieg. Kohr rackerte im Mittelfeld zwar nicht fehlerfrei, aber so lange hochintensiv, bis er mit Krämpfen ausgewechselt werden musste. Zudem war er per Flugkopfball maßgeblich am 1:1-Ausgleich beteiligt. Da Costa neutralisierte nach nur einem Training mit der Mannschaft nicht nur den gefürchteten Leipziger Linksaußen Angelino weitgehend, sondern bereitete auch den Siegtreffer durch Leandro Barreiro in der 50. Minute durch einen langgezogenen Sprint mitsamt feiner Hereingabe vor,

Doppeltorschütze Niakathé

„Die beiden haben gezeigt, warum sie wertvoll sein können“, lobte Svensson, „die bringen uns nicht nur spielerisch weiter, sondern sind sofort ein Teil der Gruppe.“ Da Costa war hinterher entsprechend bestgelaunt: „Die Mannschaft macht einen richtig geilen Eindruck. Der Einstand hätte nicht besser sein können.“ Wenn die in Frankfurt nicht mehr benötigten Kohr und da Costa Mainz 05 auch auf Strecke auf dieses höhere Niveau heben können, könnte aus der Versuchsanordnung eine Win-Win-Situation werden. Svensson stellte aber realistisch richtig fest: „Wir müssen uns in allen Aspekten des Spiels weiter verbessern.“

Dazu gehört auch eine Stabilisierung des zuletzt vielkritisierten Abwehrspielers Moussa Niakathé. Der Franzose war diesmal kein Unsicherheitsfaktor, sondern ein Doppeltorschütze, jeweils schmutzig per Abstauber. „Die Mannschaft braucht Niakathé“ stellt Svensson fest und präsentierte sich dabei weit weg von Überschwang. In Mainz wissen sie, dass der Abstieg noch immer viel wahrscheinlicher ist als der Klassenerhalt. Aber sie wissen jetzt auch wieder, wie es sich anfühlt, sich erfolgreich zu wehren. Und sie haben zwei Hoffnungsträger aus Frankfurt hinzugewonnen, die die Sterne nicht vom Himmel spielen werden. Aber die bereit sind, sich für den FSV Eintracht Mainz 05 zu verausgaben. Und ihrer Karriere so wieder einen Sinn geben.

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